Verständlichkeit

Mit Klarheit und Struktur Inhalte vermitteln

Eine klare Strukturierung eines Vortrags dient der Orientierung des Publikums. Aufbau und Inhalte werden dadurch nachvollziehbar und verständlich dargestellt. Folglich können die Zuhörer länger und aufmerksamer mitdenken. Die Dreiteilung in Einleitung, Hauptteil und Redeschluss stellt dabei einen grundlegenden Redeaufbau dar. Jeder Redeteil erfüllt wertvolle Funktionen. Zudem ist auf schlüssige Übergänge zwischen den Redeteilen zu achten, damit die Rede in sich konsistent bleibt.

Funktion der Einleitung
Der Redeeinstieg ist eine besonders wichtige Phase. Hier wird der Kontakt zum Publikum hergestellt und das Vortragsthema auf ansprechende Weise eingeführt. Sympathie, erwartete Kompetenz des Redners und erwartete Relevanz des Themas werden bereits in einer frühen Phase vom Publikum antizipiert. Diese Vorgänge müssen aber nicht bewusst passieren. Die genannten Faktoren können Einfluss auf die Bereitschaft zum Zuhören nehmen. Ein gelungener Einstieg erfüllt folgende Aufgaben:

  • Kontakt und Beziehungsebene zu den Zuhörenden herstellen
  • Aufmerksamkeit und Interesse am Thema wecken; Relevanz des Themas aufzeigen
  • Hinführung zum Thema und Orientierung über den weiteren Verlauf

Funktion des Hauptteils
Die Gestaltung des Hauptteils ist stark vom Redeziel abhängig. Deshalb muss sich der Redner im Klaren sein, ob er zur Information, zur Meinungsbildung oder zu einem bestimmten Anlass spricht. Häufig steht das Entwickeln von Lösungen zu einer bestimmten Problemstellung im Zentrum des Interesses. Deshalb ist es wichtig auf eine Betrachtung des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln zu achten. In Abhängigkeit vom Redeziel übernimmt der Hauptteil folgende Aufgaben:

  • Information (Erkenntnisse, Thesen, Beispiele, Experimente,...)
  • Überzeugung (Argumente und Gegenargumente, Beweise, Vergleiche, Fallstudien,…)
  • Dramatisierung (Besonderes, Außergewöhnliches, Unerwartetes, Emotionalisierendes, Motivierendes,...)

Funktion des Schlusses
Nach dem Hauptteil ist es wichtig die Rede insgesamt abzurunden. Deshalb sollte auf den Redeschluss nie verzichtet werden. Die Kernbotschaften werden im Schluss nochmals herausgestellt. Bei Zeitdruck empfiehlt es sich stattdessen im Mittelteil der Rede zu kürzen. Der Abschluss einer Rede sollte auch klar erkennbar und gegenüber dem Hauptteil deutlich hervorgehoben sein. Der Redeschluss erfüllt folgende, wichtige Aufgaben:

  • Festigung und Sicherstellung des Redeziels
  • Hervorheben und Zusammenfassen der wichtigsten Erkenntnisse
  • Beziehung zu den Hörern sichern; Wertschätzung des Publikums zum Ausdruck bringen

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Zusammenfassung: Die Gliederung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss stellt einen grundsätzlichen Redeaufbau dar. Diese Teile übernehmen verschiedene Aufgaben und Funktionen bei der Redegestaltung und sind für den Erfolg eines Vortrags mit verantwortlich.

 

Augenschmaus beim Medieneinsatz

In meinen Kursen werde ich regelmäßig gefragt, wie ich meine schönen Visualisierungen und Präsentationen erstelle. Deshalb möchte ich an dieser Stelle drei einfache Empfehlungen für einen schön gestalteten Medieneinsatz geben.

Durch den Einsatz von Visualisierungen können Behaltensprozesse erleichtert, Ergebnisse gesichert und die Verständlichkeit erhöht werden. Deshalb sollte man sich vor der eigentlichen Gestaltung einer Visualisierung stets die Frage stellen, welche Ziele man dadurch verfolgt. Es ist wichtig darauf zu achten, dass jede Visualisierung einer konkreten Botschaft bzw. Aussage dient. Ein paar Fragen können helfen die Gestaltung der Visualisierung zu überprüfen:

  • Was ist das Wesentliche, das durch diese Visualisierung erkennbar wird?
  • Gehören alle Elemente zur gleichen Botschaft?
  • Gibt es unwichtige Elemente in der Visualisierung, die ggf. sogar dem Erkennen der wichtigen Aussage im Wege stehen?

Dabei sollte alles was visualisiert wurde, auch besprochen werden. Ein Medienwechsel kann helfen das Publikum erneut zu aktivieren und die Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Folgende Tipps kann ich für eine ansprechende Visualisierung geben:

Kreativität wordle

www.wordle.net
Hier können aus einem Text, Bildgrafiken erstellt werden. Je häufiger ein Wort in einem Text vorkommt, um so größer wird es später in der Grafik dargestellt. Dabei kann man auswählen in welchen Richtungen, mit welchen Farben und in welcher Schriftart die Grafik erstellt werden soll. Das eignet sich z.B. für Deckblätter oder Begrüßungsfolien.

 

www.prezi.com
Prezi ist eine Präsentationssoftware ähnlich zu PowerPoint. Nur mit entscheidenden Unterschieden: PowerPoint geht immer Folie für Folie voran. Bei Prezi bewegt man sich in einer Präsentations-„Landschaft“, auf der man seine Inhalte verteilen kann und auch in die Tiefe zoomen kann.

Die Software wird über einen Clouddienst angeboten. Deshalb sollte sich der / die NutzerIn die Frage stellen, welche Inhalte er / sie in einer Cloud speichern möchte.

 
Agenda Bikablo

www.bikablo.com
Schöne Visualisierungen für Flipchart, Pinnwand und Tafel ohne zeichnerisches Talent. Die Autoren geben Hilfestellung durch Formen und Symbole, die leicht umgesetzt werden können. Mit einfachen Tricks und Kniffen, ein paar Strichen, Rahmensetzungen und Farbeinsatz, bekommt man also Sicherheit auch beim Visualisieren mit dem Stift.

 

 

 

 

Zusammenfassung: Schöne Visualisierungen erleichtern Behaltensprozesse und erhöhen die Verständlichkeit eines Vortrags. Deshalb sollte man darauf achten, dass eine Visualisierung einer konkreten Botschaft dient. Mit den drei Produkten Wordle, Prezi und Bikablo kann man auf einfache Weise schöne Visualisierungen erstellen.

Verständlich gemacht

Wie kann man die Verständlichkeit von Texten und Vorträgen verbessern?
… so dass die Zuhörer leichter folgen können.
… so dass Zusammenhänge leichter erfasst werden können.
… so dass die Inhalte und wichtige Informationen leichter erinnert werden können.

Zu diesem Zweck wurden von den Autoren Langer, Schulz von Thun und Tausch vier Verständlichkeitskriterien aufgestellt:

  1. Einfachheit
  2. Gliederung und Ordnung
  3. Kürze und Prägnanz
  4. Verlebendigung

Die Ausprägung dieser vier Kriterien ist ausschlaggebend für die Verständlichkeit von Texten und Vorträgen.

Was kann man konkret tun, um diese Verständichkeitskriterien umzusetzen?

1. Einfach sprechen bedeutet:

  • wenig Fremdwörter gebrauchen, wichtige Fach- und Fremdwörter erklären und umschreiben
  • wenig Floskeln und Füllwörter verwenden
  • abstrakte Wörter und Begriffe vermeiden
  • konkrete Beispiele, Bilder und Geschichten verwenden

2. Übersichtlich gliedern bedeutet:

  • Redeschemata und Gliederungshilfen verwenden
  • die Gliederung und den roten Faden erklären
  • Pausen machen
  • Zusammenfassungen machen und Übergänge deutlich machen

3. Kurz und prägnant sprechen bedeutet:

  • auf wesentliche Punkte begrenzen
  • Weitschweifigkeit vermeiden
  • Nebengedanken und persönliche Bemerkungen zurückstellen und nur bei Bedarf einsetzen

4. Lebendig sprechen bedeutet:

  • direkte Ansprache des Publikums
  • lebendiger Ausdruck durch stimmliche und körpersprachlichen Gestaltung
  • rhetorische Stilmittel, wie z.B. Analogien, Metaphern und Fragen verwenden
  • Formulierungen aus der Perspektive der Hörer verwenden

Zusammenfassung: Durch die Beachtung der vier Verständlichkeitskriterien können Texte und Vorträge leichter erinnert und erfasst werden. Dazu soll auf Einfachheit, Gliederung und Ordnung, Kürze und Prägnanz, sowie Verlebendigung geachtet werden.