Wahrnehmung

Three good things

Heute habe zusammen mit Kollegen zu Mittag gegessen. Drei von Ihnen haben am Vormittag noch einen Workshop geleitet und waren froh, wie gut alles gelaufen ist. Als sie noch über den Verlauf sprachen, meinte eine meiner Kolleginnen zu einer Anderen: „Es war wirklich schön, was Du heute Morgen mit den Teilnehmenden zum Einstieg gemacht hast… man hat richtig gemerkt, wie gut gelaunt sie dann waren.“ Ich ganz neugierig: „Was hast Du gemacht, Alice?“

Alice Murschall ist eine ganz liebe und sehr kompetente Kollegin u.a. mit den Arbeitsschwer- punkten Gesundheit, Stressbewältigung und Resilienz. Heute morgen hat sie eine Übung aus dem Bereich der Positiven Psychologie gemacht, die sich „Three good things“ (von Martin Seligman) nennt. Ich selbst finde diese Übung ganz toll, um den eigenen Fokus immer wieder auf das Positive zu legen, und nicht in den schwierigen, komplizierten oder unangenehmen Dingen des Lebens zu versinken.

Three good things_julia-training

In der Übung „Three good things“ geht es darum die schönen Dinge, die uns an jedem Tag begegnen, wahrzunehmen. Und dabei kommt es nicht auf die großen Dingen an, sondern viel mehr auf die kleinen Freuden, die uns den Alltag bereichern und verschönern können. Versuchen Sie eine Woche lang sich am Abend drei positive Dinge aufzuschreiben, die für Sie an diesem Tag von Bedeutung waren und überlegen Sie sich dann, warum diese Dinge geschehen sind bzw. was Sie persönlich dazu beigetragen haben. Und Sie können dieses Ritual dann auch zusammen mit anderen machen. So können Sie z.B. am Ende eines Arbeitstags mit Kollegen, Partner oder Partnerin oder einem guten Freund / einer Freundin darüber sprechen, was heute alles Gutes geschehen ist.
Kleiner Tipp dabei: Aufschreiben wirkt stärker, als das bloße Aussprechen. Außerdem kann man sich dann auch noch nach ein paar Tagen leichter daran erinnern, was in dieser Woche schon alles Gutes passiert ist.

Zusammenfassung: Mit der Übung „Three good things“ von Martin Seligman, Begründer der Positiven Psychologie, kann man den eigenen Wahrnehmungsfokus auf die positiven und schönen Erlebnisse im Alltag richten. Auch sehr kleine Dinge tragen viel Freude in sich, die wir leicht im Alltag übergehen. Deshalb kann man am Ende eines Tages drei positive Erlebnisse oder Dinge aufschreiben und (wenn man das möchte) diese auch teilen.

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Wie funktioniert Stimmtraining?

Der Stimmfunktionskreis: Der ganze Mensch spricht.

Der Stimmfunktionskreis: Der ganze Mensch spricht.

Ziel eines Stimmtrainings ist es die stimmlichen Fähigkeiten so zu erweitern, dass sie den sozialen und beruflichen Anforderungen im Alltag gerecht werden. Dabei sollen Wohlklang und Leistungs-fähigkeit erweitert werden, bei gleichzeitig geringem Kraftaufwand. Die Stimme wird durch körperliche und mentale Prozesse beeinflusst. Deshalb setzt Stimmtraining an diesen Prozessen an, um eine Verbesserung des Stimm- und Sprechausdrucks zu erreichen. Das VOCCO Vocal Coaching Modell fasst diese Einflussfaktoren zusammen. Folglich zeigt er die Arbeitsbereiche des Stimmtrainings.

  • Aufrichtung und Bewegung: Atmung, Stimme und Artikulation kommen durch Bewegung und muskuläre Aktivität zu Stande. Deshalb sind Aufrichtung und eine ausgeglichene Muskelspannung, Voraussetzung für einen klangvollen Stimmeinsatz. Übungen zu Aufrichtung und Bewegung begünstigen das feine Zusammenspiel der komplexen muskulären Abläufe.

  • Atmung: Der Atemapparat ist der Motor der Stimme. Der Ausatemstrom versetzt die Stimmlippen im Kehlkopf in Schwingung. Ein frei fließender Atem ist somit Voraussetzung für eine tragfähige Stimme. Eine gesunde Atmung strömt tief in Bauch, Brustkorb und Flanken ein. Für die Stimmgebung streben wir eine aktive Ausatmung an, die die Stimme stützt.

  • Phonation: Der eigentliche Stimmton entsteht an den Stimmlippen im Kehlkopf. Ein guter Stimmbandschluss und eine synchrone Schwingung sind Voraussetzung für eine klare und tragfähige Stimme. Ist dies nicht der Fall, entstehen Heiserkeit, Rauigkeit oder Behauchtheit. Eine volle Stimme besteht dabei aus vielen sich überlagernden Obertönen.

  • Artikulation: Durch die Bewegung von Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel wird aus dem Stimmton ein Klang. Durch die Bewegung wird die Form des Mundraums verändert. Der Stimmton klingt in diesem sich verändernden Raum, wodurch Laute, Silben und Wörter entstehen. Eine plastische Artikulation erhöht unsere Verständlichkeit und stärkt die Stimmresonanz.

  • Wahrnehmung: Ziel ist es Ihre Stimme bewusst zu steuern und einzusetzen. Dies setzt eine bewusste Wahrnehmung voraus. Denn was ich nicht wahrnehme kann ich nicht verändern. Für die Veränderung der Stimme, arbeiten wir deshalb an der Wahrnehmung des Stimmklangs und an der Bewusstheit für Aufrichtung, Atem und Muskelspannung.

  • Intention und Person: Stimm- und Sprechverhalten ist erlernt. Das heißt, dass unsere Stimme beeinflusst wird durch zeitüberdauernde Persönlichkeitsmerkmale, genauso wie durch stimmliche Vorbilder und biographische Erfahrungen. Gleichzeitig hat die aktuelle Situation mit ihren Emotionen und Intentionen, Einfluss auf die Stimme.

All diese Bereiche können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, sondern hängen kausal zusammen. Ziel ist es, eine Erweiterung der eigenen stimmlichen Möglichkeiten zu erreichen, um ausdrucksstark und zugleich stimmschonend zu sprechen.

Weitere Informationen zu meinem Stimmtrainingskonzept und zu meinen Angeboten finden Sie unter: http://www.julia-training.com/stimmtraining

Zusammenfassung: Das VOCCO Vocal Coaching Modell zeigt die Einflussfaktoren auf die Stimme. Durch regelmäßiges Üben in diesen Bereichen kann sich Ihre Stimme nach und nach entfalten. Damit wird sie zu einer verlässlichen Kraft in Ihrer Kommunikation und Ihrem Auftreten.