Stimmtraining München

Mach' den Mund auf!

Wenn sich der Kiefer, die Lippen und die Zunge nicht genug bewegen, wird die Artikulation vernuschelt und undeutlich. Das kann schon mal passieren, wenn man müde oder erschöpft ist. Aber manche Personen machen einfach aus Gewohnheit den Mund nicht auf und werden deshalb schwerer verstanden. Die Folge sind Äußerungen wie “Kannst Du das nochmal sagen? Ich hab’ Dich nicht verstanden” oder einfach nur ein fragender Blick. Gleichzeitig tun wir unserer Stimme keinen Gefallen, denn durch eine unpräzise Aussprache kann sich unser Stimmvolumen nicht vollständig entfalten und unter Umständen kann dies sogar zu einer Überbelastung der Stimme führen. Was kann man also gegen eine undeutliche Artikulation tun?

Artikulation ist die Lautbildung.

An der Artikulation sind die Lippen, der Kiefer, die Zunge und das Gaumensegel beteiligt.  (Photo: Screenshot aus VOCCO, Julia Rupprecht)

An der Artikulation sind die Lippen, der Kiefer, die Zunge und das Gaumensegel beteiligt.
(Photo: Screenshot aus VOCCO, Julia Rupprecht)

Durch die Bewegung von Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel wird aus dem Stimmton ein Klang. Durch die Bewegung wird die Form des Mundraums verändert. Der Stimmton klingt in diesem sich verändernden Raum, wodurch Laute, Silben und Wörter entstehen. Eine plastische Artikulation erhöht unsere Verständlichkeit und stärkt die Stimmresonanz. Gelingt dies dem Sprecher bzw. der Sprecherin, so muss er bzw. sie also nur wenig Kraft für die Stimmgebung aufwenden


Die Lippen sollen sich runden.

Das Sprechen erfordert intensive Lippentätigkeit. Durch Öffnen und Schließen, Runden und Spreizen können unterschiedliche Laute gebildet werden. Ist die Lippenmuskulatur zu schwach und die Beweglichkeit eingeschränkt, kann sich dies sowohl auf die Aussprache als auch auf die Resonanz der Stimme negativ auswirken. Die Rundung der Lippen ist für Vokale wie O, U, Ö und Ü besonders wichtig. Insgesamt verleiht die Rundung der Lippen, der Stimme mehr Resonanz, da sie wie ein Abschalltrichter, ähnlich einem Megaphon wirken.

Die Zunge ist ein Verformungskünstler.

Als das aktivste Artikulationsorgan gilt die Zunge. Sie ist extrem beweglich und kann ihre Gestalt wesentlich verändern. Durch das Zusammenspiel von Lippen und Zunge werden alle Vokale und Umlaute gebildet und auch bei der Bildung der meisten Konsonanten spielt die Zunge die entscheidende Rolle. Eine zu geringe Spannkraft der Zunge kann zu ungenauer Aussprache führen und auch den Stimmklang beeinflussen.

Der Kiefer ist wichtig für eine volle Stimme.

Der Unterkiefer ist ebenfalls an der Lautbildung beteiligt. Vom Grad der Kieferöffnung hängt das Volumen der Mundhöhle ab und das hat einen sehr großen Einfluss auf die Resonanz und Tragfähigkeit der Stimme. In vielen Fällen kann das Stimmvolumen schon durch die Weite der Kieferöffnung positiv beeinflusst werden. Da viele Personen aber auch Probleme mit Kiefer-verspannung haben, da sie z.B. in der Nacht Knirschen oder Pressen, ist hier in erster Linie für eine Entspannung des Kiefers zu sorgen.

Das Gaumensegel verschließt und öffnet den Nasenraum.

Das Gaumensegel regelt die Beteiligung des Nasenraums an der Lautbildung. Bei den meisten Lauten des Deutschen ist es gehoben und verschließt damit den Nasenweg – der Luftstrom entweicht überwiegend bzw. nur durch den Mundraum. In anderen Sprachen wir z.B. dem Französischen oder dem Portugiesischen gibt es wesentlich mehr nasalierte Laute. Durch die Absenkung des Gaumensegels wird also auch der Nasenraum zum Resonanzraum. Durch eine gewisse, natürliche Nasalität wird eine Klangfarbenänderung erreicht, wodurch die Sprache an Wohlklang gewinnt

Auf das Zusammenspiel kommt es an!

In dieser kleinen Animation wird gezeigt, wie das Zusammenspiel von Kiefer, Lippen, Zunge und Gaumensegel unsere Artikulation formt. Viel Spaß beim Anschauen!

Eine kleine Animation, die erklärt wie Artikulation funktioniert.

Üben Sie eine deutliche Artikulation durch das Sprechen von Zungenbrechern.

Eine gute Übung für eine deutliche Artikulation ist das Sprechen von Zungenbrechern. Hier finden Sie eine ganze Sammlung von Zungenbrechern. Machen Sie sich dabei bewusst welcher Laut oder welche Lautkombination im Zungenbrecher besonders häufig vorkommt. Versuchen Sie diesen Laut besonders klar auszusprechen. Es wird Ihnen helfen, wenn Sie sich den Inhalt des Zungenbrechers bildlich vorstellen und sinngemäße Pausen setzen. Versuchen Sie nach und nach Ihre Artikulationsgeschwindigkeit zu variieren. Mal etwas schneller, mal etwas langsamer.

Zungenbrecher zum Download

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Das Lernplakat für Lehrerinnen und Lehrer

Das Plakat "Stimmlich fit im Schulalltag" wurde eigens für den Berufsalltag von Lehrerinnen und Lehrern konzipiert. Das Plakat hat das Ziel, die Themen "Stimmliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit", sowie "Gestaltung des Unterrichts durch die Stimme" ständig im Bewusstsein zu halten. Damit wird eine nachhaltige Beschäftigung mit der eigenen Stimme angestoßen.

Alles auf einem Plakat

  • Sie verstehen die Einflussfaktoren auf die Stimme.

  • Sie verbessern Ihre Stimme durch Übungen.

  • Sie bekommen Tipps und Tricks für den Schulalltag.

  • Sie bekommen Hinweise zur Pflege der Stimme.

  • Sie lernen Experten und Ansprechpartner kennen.

  • Sie haben online Zugriff auf ständig aktuelle Informationen zu den Themen Stimme und Stimmtraining.

Sie wollen mehr Info zum Plakat?

Hier finden Sie noch ausführlichere Informationen zum Lernplakat. Sollten Sie Fragen haben, scheuen Sie nicht mich einfach persönlich anzuschreiben.

Bitte sagen Sie befreundeten Lehrerinnen und Lehrern bzw. Schulen, dass es das Plakat gibt!

Stimmprobleme stellen eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Lehrerinnen und Lehrern dar. Die stimmliche Belastung in der Schule und im Unterricht ist hoch und die Stimme ist das Arbeitswerkzeug einer Lehrperson. Wenn es hier zu Problemen oder Einschränkungen kommt, betrifft es sowohl die Lehrperson selbst, als auch die Schülerinnen und Schüler, deren Unterricht ausfällt oder leidet, sowie die Kolleginnen und Kollegen, die eventuell Unterricht vertreten müssen.

Mit der Stimme begeistern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler… und sie selbst fühlen sich richtig gut vor der Klasse! (Illustration: Sebastian Meinecke)

Mit der Stimme begeistern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler… und sie selbst fühlen sich richtig gut vor der Klasse! (Illustration: Sebastian Meinecke)

Und gerade bei Lehrerinnen und Lehrern gilt: Prävention ist die halbe Miete! Und genau hier kann das Lernplakat eine perfekte Unterstützung für das gesamte Lehrpersonal einer Schule bieten. Das Plakat kann natürlich aber auch von Lehrerinnen und Lehrern privat zu Hause genutzt werden. …damit es gar nicht erst zu Stimmproblemen kommt!


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Hier nochmal der Link zu mehr Informationen: https://www.julia-training.com/plakatlehrer

Für freie Atemwege!

Jetzt im Sommer hört man es immer wieder im Radio: „Die Ozonwerte sind erhöht. Vor allem gesundheitlich empfindliche Personen sollten auf anstrengende Tätigkeiten im Freien verzichten. Auch sportliche Ausdauerleistungen sollten vermieden werden.“ Und dann heißt es immer wieder, dass gerade Personen mit Lungenproblemen ganz besonders vorsichtig sein sollten.

In Städten sind die Feinstaubwerte durch Verkehr und Industrie hoch. Je nach Jahreszeit kommen noch weitere Belastungen hinzu. (Bild: Julia Rupprecht)

In Städten sind die Feinstaubwerte durch Verkehr und Industrie hoch. Je nach Jahreszeit kommen noch weitere Belastungen hinzu. (Bild: Julia Rupprecht)

Die Lungen- und die Stimmfunktion hängen direkt miteinander zusammen. Probleme und Einschränkungen in der Atmung können unmittelbar zu einem Stimmproblem führen. Aus diesem Grund schauen wir uns drei Risikofaktoren in der Atemluft an: Die Pollenbelastung, die Ozonbelastung und die Feinstaubbelastung.
 

 

 

Der Pollenflug ist im Frühjahr besonders stark

In der Zeit von Februar bis Juni steht die Blüte in voller Pracht. Es ist wahnsinnig schön anzuschauen, doch für Allergiker leider nicht besonders angenehm. Denn der allergieauslösende Pollen verbreitet sich während der Pollensaison über die Luft nahezu überall hin. Damit wird es für Allergiker aber leider auch besonders schwierig das Allergen zu meiden. Unter einer Allergie versteht man eine überschießende, unangemessene Reaktion des Immunsystems auf eindringende Reize, so z.B. den Pollen. Allergien betreffen dabei häufig die Lunge und die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum und wirken sich negativ auf diese aus. Dabei kann es zu Schwellungen, Schleimbildung, Entzündungen kommen. Und natürlich fängt es dann an zu brennen und zu jucken — die Nase läuft — man muss husten — bekommt Halsschmerzen — oder auch eine heisere und belegte Stimme.

Was kann ich tun?

  1. Schleimhäute pflegen: Der Pollen setzt sich an der Nasenschleimhaut fest und sorgt hier für einen dauerhaften Reiz. Spülen Sie Ihre Nase mit einer Nasenspülkanne aus. Sie können auch Kopfdampfbäder mit Salz und Salbei machen.
  2. Haare und Kleidung waschen: Der Pollen setzt sich an allen möglichen Stellen fest. Gerade Personen mit langen Haaren sollten sie deshalb häufiger waschen. Auch in der Kleidung kann sich Pollen gut festsetzen. Legen Sie die Kleidung deshalb nachts auch nicht in der Nähe des Betts ab.
  3. Pollenflugzeiten beachten: In der Stadt ist die Pollenbelastung meist morgens am geringsten. Auf dem Land ist er morgens meist am stärksten. Richten Sie ihre Zeiten zum Lüften danach und lassen Sie beim Lüften wenn möglich einen dünnen Vorhang vor dem Fenster:


Die Ozonwerte sind im Sommer besonders hoch

Von Mai bis September treten meist die höchsten Ozonwerte auf. Ozon ist ein farbloses und giftiges Gas mit der chemischen Formel O3. Im Vergleich zum normalen Sauerstoff O2, den wir zum Atmen brauchen, besteht Ozon also aus drei Sauerstoffatomen. In Bodennähe entsteht es vor allem aus Sauerstoff und Luftschadstoffen, die vorwiegend aus Autoabgasen und der Industrie stammen. So kann Ozon beim Menschen z.B. Augenbrennen, ein Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen verursachen. Das Gas reizt vor allem die Lungen und die Atemwege und kann somit auch die Lungenfunktion einschränken oder Lungenkrankheiten hervorrufen. Mögliche Symptome sind Hustenreiz, Atemwegsprobleme und Kopfschmerzen. Bei Werten bis zu 180 µg/m3 besteht keine Gefahr. Ab diesem Wert von 180 µg/m3 sollten man besonders auf seine Gesundheit achten.

Was kann ich tun?

  1. Anstrengungen vermeiden: Ab 180 µg/m3 sollten alle gesundheitlich empfindlichen Personen auf anstrengende Tätigkeiten im Freien verzichten. Auch sportliche Ausdauerleistungen sollten vermieden werden.
  2. Tageszeiten beachten: Legen Sie mögliche Anstrengungen an der frischen Luft, wie z.B. Ausdauersport oder Gartenarbeit möglichst in die frühen Morgenstunden. Hier sind Sie einer geringeren Ozonkonzentration ausgesetzt. Es ist auch empfehlenswert frühmorgens ausgiebig die Wohnung zu lüften.


Die Feinstaubbelastung ist stark vom Wetter abhängig

Die Belastung der Luft mit Feinstaub schwankt täglich. Gerade in Großstädten wie München oder Stuttgart werden immer wieder die festgelegten Grenzwerte überschritten. Aber auch ländliche Gebiete sind betroffen und werden von den feinen Partikeln aus Abgasen, Heizungen und der Landwirtschaft verpestet. Als Feinstaub bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken. Sie verweilen eine gewisse Zeit in der Atmosphäre. Diese winzigen Teilchen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Eine hohe Feinstaubbelastung erhöht das Risiko für Allergien, Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Da die Feinstaubkonzentration besonders von der Verteilung des Staubs in der Luft abhängt, nimmt das Wetter einen großen Einfluss. Bei einer sogenannten austauscharmen Wetterlage steigen die Feinstaubwerte. Ungünstiges Wetter für die Feinstaubbelastung ist vor allem fehlender Regen und Schnee, eine ungünstige Windrichtung, eine geringe Windgeschwindigkeit, sowie eine nächtliche Bodeninversion. Das tritt besonders oft im Winter auf, weshalb die Feinstaubkonzentration hier besonders hoch werden kann.

Was kann ich tun?

  1. Schadstoffausstoß verringern: Bekanntlich entsteht Feinstaub aus Abgasen. Versuchen Sie deshalb auf Dinge zu verzichten, die Feinstaub produzieren: Lassen Sie das Auto stehen bzw. fahren Sie langsamer, verbrennen Sie kein Holz und versuchen Sie energiebewusst zu leben.
  2. Atemwege schützen und pflegen: Nehmen Sie ein (evtl. sogar angefeuchtetes) Tuch vor Mund und Nase, wenn Sie einer hohen Feinstaubbelastung ausgesetzt sind, so z.B. wenn Sie am Lagerfeuer sitzen. Auch eine Nasenspülkanne oder Kopfdampfbäder können die Stäube etwas binden.
     

Zusammenfassung: Die Lungen- und die Stimmfunktion hängen direkt miteinander zusammen. Probleme und Einschränkungen in der Atmung können unmittelbar zu einem Stimmproblem führen. Deshalb gilt es die Atemwege zu schützen und zu entlasten. Dabei ist zu beachten dass der Pollenflug im Frühjahr, die Ozonwerte im Sommer und die Feinstaubbelastung bei besonderen Wetterlagen erhöht sind.

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Bitte nicht räuspern!

Oh nein, die Stimme klingt belegt! Und es fühlt sich auch noch so komisch an im Hals — irgendwie so eng und kratzig, so als wäre Schleim im Kehlkopf. Der sprichwörtliche „Frosch im Hals“. Viele reagieren automatisch, indem sie sich kräftig räuspern. Und meist fühlt sich der Hals auch tatsächlich wieder frei an und auch die Stimme klingt wieder unbelegt. Das ist kein Problem, wenn das nur einmalig vorkommt, da man sich z.B. verschluckt hat und etwas im wahrsten Sinne des Wortes in den falschen Hals bekommen hat. Doch wenn Räuspern zur Angewohnheit wird, stellt es ein echtes Problem dar. Denn sie Stimme kann dadurch dauerhaft überlastet werden.


Räuspern führt zu noch mehr Räuspern

Jetzt nur kein Frosch im Hals (Foto von Julia Rupprecht)

Jetzt nur kein Frosch im Hals
(Foto von Julia Rupprecht)

Doch warum schadet es unserer Stimme eigentlich, wenn wir dauerhaft und häufig räuspern? Beim Räuspern kommt es zu einer Kontraktion der Kehlkopfmuskulatur, ähnlich wie beim kräftigen Husten. Und das braucht extrem viel Kraft. Die Stimmlippen werden wie beim Husten geschlossen und stark aneinander gepresst. Im Anschluss werden sie durch einen extrem starken Luftstrom auseinander gepresst. Dadurch kann es zu kleinen Verletzungen der Schleimhaut kommen und im Extremfall zu dauerhaften strukturellen Veränderungen am Schleimhautgewebe. Außerdem wird in Folge dessen die Schleimproduktion angeregt, wodurch erneut der Drang zu räuspern entstehen kann. Wir geraten also schnell in einen Teufelskreis.


Aber was kann ich tun, um Räuspern zu vermeiden?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie etwas im Hals haben, dann versuchen Sie leicht und mit weniger Druck und Pressen zu husten. Auf Dauer gesehen ist es auch noch gesünder, die Stimme mit einem leichten Summen und Abklopfen des Brustkorbs aufzuwärmen. Summen Sie ganz leise, entspannt und genüsslich ein „mmmh“. Auf diese Weise kann sich vorhandener Schleim lockern. Trinken Sie zusätzlich noch ausreichend Wasser und Tee. Das wirkt vorbeugend, da die Schleimhäute gut durchfeuchtet und damit jederzeit startklar sind.
 

Zusammenfassung: Dauerhaftes und häufiges Räuspern ist schädlich für die Stimme. Es kann durch zu hohen Druck zu kleinen Verletzungen der Stimmlippen führen. Dadurch entsteht schnell ein Teufelskreis, bei dem sich das Räuspern nach und nach verstärkt. Durch leichtes Husten, Summübungen und ausreichend Flüssigkeit können Sie dem Räuspern vorbeugen.

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Gesund durch die kalte Jahreszeit

Im Moment herrschen draußen wieder frostige Temperaturen und man macht sich morgens dick eingepackt auf den Weg zur Arbeit. Kaum sitzt man jedoch in den meist stark geheizten öffentlichen Verkehrsmitteln würde man sich Wintermantel, Schal, Mütze und co. am liebsten gleich wieder entledigen. Und spätestens wenn der Nachbar im Bus zu Husten beginnt oder die Kollegin im Büro erzählt, dass sie sich heute nicht so gut fühlen würde, hofft man nicht gleich die nächste Erkältung aufzuschnappen.

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Die kalte Jahreszeit kann für unsere Stimme sehr belastend sein: vor all-em trockene Luft — draußen durch die Kälte und drinnen durch die Hei-zungsluft — kann unsere stimmliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Außerdem sind trockene Schleimhäu-te in Nase und Rachen anfälliger für Viren und Bakterien, denen wir in der Erkältungszeit ausgesetzt sind. Hier können Sie gut vorbeugen, indem Sie versuchen folgende Tipps in den kommenden Monaten in Ihren Alltag zu integrieren:

  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von ca. 1,5-2 Liter täglich. Optimal sind Wasser, Tees oder Säfte.
  • Sie können die Schleimhäute durch das Lutschen von Pastillen (z.B. IslaMoos, Emser Pastillen, GeloRevoice) und durch Inhalation (z.B. Verdampfen von Emser Salz) befeuchten. Auch Nasensprays können helfen die Schleimhäute zu schützen und haben teilweise abschwellend wirkende Bestandteile. Fragen Sie Ihren Apotheker.
  • Bei besonders trockener Heizungsluft in geschlossenen Räumen empfiehlt sich die Anschaffung eines Luftbefeuchters.
  • Achten Sie auf gute Hygiene durch regelmäßiges Händewaschen mit Seife, insbe-sondere wenn Sie im öffentlichen Raum unterwegs sind. Und wenn Sie doch einmal eine Erkältung bekommen, können Sie sich gleich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen, welche Präparate geeignet sind, um die Atemorgane und die Stimme zu schonen.
  • Während oder nach einer Erkältung kann die Stimme sehr belastet sein. Vermeiden deshalb Sie übermäßige Sprechbelastungen im erkälteten Zustand und haben Sie auch nach einer Erkältung noch etwas Geduld mit Ihrer Stimme. Es kann sein dass es ein paar Tage dauert bis sie in ihrer vollen Kraft wieder einsatzfähig ist.

Ich wünsche Ihnen für die Wintertage alles Gute und kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit!

Zusammenfassung: Die kalte Jahreszeit kann besonders für unsere Stimme belastend sein. Die Schleimhäute im Nasen-, Rachen- und Kehlbereich müssen gut befeuchtet sein, um gegen Viren und Bakterien resistent zu sein und gleichzeitig ihre Arbeit tun zu können. Mit Hilfe stimmhygienischer Maßnahmen kann man sich und seine Stimme unterstützen um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
 

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Das auf der Aufnahme bin doch nicht etwa ich?

Haben Sie schon mal eine Tonbandaufnahme von Ihrer Stimme gehört? Als Sie z.B. den Anrufbeantworter besprochen haben… Dann kennen Sie sicherlich dieses Phänomen:
»Oh, so klinge ich? Ist das wirklich meine Stimme?«
Den meisten Menschen ist die eigene Stimme sehr ungewohnt, als würde eine andere Person sprechen. Ja, den meisten gefällt sie sogar nicht besonders gut. Irgendwie so dünn und mager. Allen anderen fällt nichts auf. Denn sie wissen natürlich nicht, wie sich die Stimme im Körper des Sprechers bzw. der Sprecherin anhört. Doch woher kommt dieser Effekt eigentlich?
 

Die Stimme besteht aus vielen Tönen

Eine Stimme besteht nicht nur aus einem einzelnen Ton, sondern ist eine Überlagerung sogenannter Obertöne. Das heißt, dass gleichzeitig viele verschiedene Frequenzen in einer Stimme schwingen. Neben der Grundfrequenz, die wir als Tonhöhe wahrnehmen, schwingen gleichzeitig auch noch ganzzahlige Vielfache dieser Grundfrequenz. Diese ergeben einen Gesamtklang. Der Kehlkopf ist dabei die Quelle der Obertöne. Dort werden sämtliche Obertöne produziert. Alle Obertöne die dort nicht entstehen, können dann also auch nicht für die Stimme genutzt werden.
 

Julia bei einem Konzert

Julia bei einem Konzert

Der Vokaltrakt wirkt als Filter

Dieser Gesamtklang breitet sich vom Kehlkopf in den sogenannten Vokaltrakt aus. So nennt man den gesamten luftgefüllten Raum, der sich über den Stimmlippen befindet. Dazu gehören der Rachenraum, der Mundraum und der Nasenraum mit all ihren knöchernen, knorpeligen, muskulären und mukösen Strukturen. Diese Räume wirken als Filter. Das bedeutet, dass aus dem Gesamtklang einige Frequenzen abgeschwächt, also leiser gemacht werden, andere werden verstärkt. Dann verlässt dieser gefilterte Klang unseren Körper und dringt an das Ohr eines Hörers bzw. einer Hörerin.
 



Die Übertragung von Obertönen

Wenn wir uns also „in uns drinnen“ hören, dann haben wir eine Überlagerung von zwei Klangeindrücken. Zum einen hören wir die Stimme über die sogenannte Luftleitung. Das ist der Klangeindruck den alle anderen auch haben. Der Klang, der den Mund verlässt und im äußeren Raum resoniert. Zum anderen hören wir uns aber auch über die sogenannte Knochenleitung. Das ist ein Übertragungsweg, der direkt an unser Innenohr gelangt. Dieser Anteil in der von uns gehörten Stimme klingt anders, weil er nicht durch den Mundraum gefiltert wurde. Daher klingt die Innenstimme immer voller und resonanter, da sie noch alle Obertöne aus dem Primärklang enthält.
 

Zusammenfassung: Unsere Stimme klingt in uns drin, anders als andere Personen sie hören. Das liegt an der Überlagerung sogenannter Obertöne. Eine Stimme besteht nämlich nicht nur aus einem Ton, sondern aus einer Überlagerung viel Obertöne, die am Kehlkopf enstehen. Wir selbst hören uns über Knochen- und Luftleitung, wobei uns andere Personen nur über die Luftleitung hören. Dieser Klang ist vom Vokaltrakt gefiltert.
 

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VOCCO - Ihr Vocal Coach für unterwegs!

Zusammen mit meiner Kollegin Brigitte Bayer entwickle ich die Stimmtrainings-App VOCCO.

Unser Ziel ist es, Sie in Ihrer Stimmentwicklung zu unterstützen. So finden Sie zu einem selbstsicheren und souveränen Umgang mit Ihrer Stimme. Und das in jeder Alltagssituation. Gerade als mobile App kann VOCCO Ihnen helfen an Ihrer Stimme zu arbeiten. Denn Sie sind flexibel, die Übungen immer und überall durchzuführen. Ganz wie es zu Ihnen, Ihrem Lebensrhythmus und Ihren stimmlichen Herausforderungen passt.


Denn jeder und jede von uns braucht seine / ihre Stimme in den unterschiedlichsten Alltagssituationen. Es gibt viele Berufsgruppen, die auf ihre Stimme angewiesen sind, wie z.B. Lehrer, Erzieher, Schauspieler, Sänger und Call-Center-Agenten. Hier erscheint es offensichtlich, dass die Stimme essentiell ist, um den Beruf auszuüben. Doch auch in anderen Berufsgruppen ist die Stimme besonders relevant, um zu einer gelingenden Kommunikation beizutragen, so wie z.B. bei Servicepersonal, Anwälten und Ärzten. Aber auch im Privaten kann die Stimme besonders wichtig sein: Eltern wissen, was die Stimme alles leistet, und wie wichtig sie im Zusammensein mit den Kindern ist. Manche Personen gehen stimmintensiven Hobbies nach, bei denen z.B. auf dem Fußballplatz gerufen oder im Chor gesungen wird. Und die meisten haben schon mal erlebt, wie anstrengend es sein kann, wenn man im Restaurant oder der Bar gegen den Hintergrundlärm ansprechen muss.

Immer wenn wir miteinander sprechen, brauchen wir also eine verlässliche, ausdrucksstarke und gesunde Stimme. Durch regelmäßiges Üben mit VOCCO kann sich Ihre Stimme nach und nach entfalten. Dafür haben wir 40 Übungen zusammengestellt, die Ihnen in Form von Audios und Videos zur Verfügung stehen. Sie sind übersichtlich nach Übungsbereichen und Zielsetzungen systematisiert. Jede Übung ist leicht verständlich erklärt und verfolgt ein klares Lernziel. Sie können sich darüber hinaus eigene Übungsfolgen zusammenstellen, um bestmöglich auf Ihre stimmlichen Anforderungen vorbereitet zu sein. Außerdem finden Sie Tipps zur Stimmhygiene und anschauliche Animationen, um körperliche Abläufe besser zu verstehen.

VOCCO ersetzt jedoch kein persönliches Stimmcoaching und keine Stimmtherapie. Es ist daher empfehlenswert sich eine/n Stimm- und Sprechtrainer/in zu suchen, der/die Sie in Ihrer individuellen Stimmentwicklung kompetent unterstützen kann. VOCCO kann Sie also im Rahmen ihres Coachings oder Ihrer Therapie unterstützen, den Alltagstransfer zu schaffen. VOCCO kann darüber hinaus als Begleiter dienen, wenn Sie Ihr Coaching oder Ihre Therapie bereits abgeschlossen haben, und nun selbstständig und eigenverantwortlich weiterarbeiten möchten. Vielleicht haben Sie auch den Eindruck, dass Sie das Thema Stimme interessiert, und Sie möchten herausfinden wie Stimmtraining funktioniert. Dann kann VOCCO ein Einstieg sein, Stimmtraining auszuprobieren.

Wenn sie langfristig an Ihrer Stimme arbeiten, wird sie zu einer verlässlichen Kraft in Ihrer Kommunikation und Ihrem Auftreten. Mit VOCCO können Sie immer und überall, individuell passend, sowie langfristig und nachhaltig üben.

Mehr Informationen zur App und zu meiner Kollegin Brigitte Bayer und mir finden Sie unter:
www.vocco-app.com

Zusammenfassung: VOCCO ist eine mobile App für Stimmtraining. Die App wird voraussichtlich im Winter 2016 / 2017 auf den Markt kommen. Die App unterstützt alle Personen, die beruflich wie privat auf ihre Stimme angewiesen sind, eine ausdrucksstarke, leistungsfähige und gesunde Stimme zu entwickeln. Dafür gibt es über 40 Übungen in Form von Audios und Videos. Stimmtraining wird dadurch immer, überall und individuell passend für jeden zugänglich.

Hier können Sie meinen Blog abonnieren:

Stimm- und Aussprachetraining

Es vergeht kein Tag, an dem Sie nicht mit und vor Anderen sprechen. Meetings, Kunden- und Mitarbeitergespräche, Präsentationen, Telefonate und Diskussionen: Die Stimme ist im Dauereinsatz!

Gehören Sie auch zu den Vielsprechern? Steht Ihnen dabei immer wieder Ihre dialektale Aussprache im Weg oder wünschen Sie sich eine ausdrucksstärkere Stimme? Vernuschelt - piepsig - heiser - dünn! Wenn die Stimme nicht trägt, ist das Gelingen wichtiger Gespräche und Vorträge gefährdet. Denn es ist zunehmend von großer Bedeutung, ein selbstsicheres, ausdrucksstarkes und dynamisches Auftreten zu zeigen. Und dabei sollen die zu vermittelnden Inhalte optimal durch den Stimmklang und den Sprechausdruck unterstützt werden. Dialektale Färbung kann ebenso wie undeutliches Sprechen die Verständlichkeit beeinträchtigen – und unter Umständen auf Vorurteile bei den Zuhörenden stoßen. Gerade im beruflichen und überregionalen Kontext ist es also stets von Vorteil, neben dem Dialekt auch möglichst dialektfreies Hochdeutsch und eine klare und deutliche Aussprache zu beherrschen. Ein angenehmer Stimmklang und verständliches Sprechen stärken die Beziehung zu den Zuhörenden und erhöhen die Chance, dass die eigenen Botschaften richtig ankommen. Und das kann man üben!

Ziel dieses 2-tägigen Basisseminars ist es, die individuellen stimmlichen und sprecherischen Fähigkeiten auszubauen. Deshalb besteht dieses Seminar aus zwei Bausteinen: Stimmtraining und Aussprachetraining. Im Stimmtraining lernen Sie die grundlegenden Atem-, Stimm-, und Sprechtechniken, um resonant und ausdrucksstark zu sprechen. Erleben Sie, was Ihre Stimme kann. Im Aussprachetraining schärfen Sie Ihre Bewusstheit für die Unterschiede zwischen der eigenen Sprechweise und korrektem Hochdeutsch. Gewinnen Sie mehr Sicherheit beim Sprechen, indem Sie sich einer deutlichen und hochdeutschen Aussprache annähern. Sie können dabei individuell Ihren Schwerpunkt bei Stimme oder Aussprache setzen. Wir möchten Sie dazu befähigen jederzeit verständlich, klangvoll und flexibel zu kommunizieren. Ziel ist sprecherische Flexibilität anstelle von Anpassung an ein Optimal.

Das Training richtet sich an MitarbeiterInnen mit dialektalem Hintergrund, die hohe kommunikative und sprecherische Anforderungen haben und dabei überregional oder international in deutscher Sprache agieren.

Dieses Trainingskonzept biete ich zusammen mit meiner geschätzten Kollegin Miriam Festl an. Miriam ist Expertin für Aussprache und Akzentreduktion.

Aus diesem Seminar können Sie also folgenden Nutzen ziehen:

  • Stimmliche Präsenz und Strahlkraft erreichen
  • Sicheres und souveränes Auftreten durch sicheres und souveränes Sprechen
  • Mehr Hörerakzeptanz durch weniger Akzent
  • Überregional verständlich sein
Stimm- und Aussprachetraining München

Zusammenfassung: Zusammen mit meiner Kollegin Miriam Festl biete ich ein Training für Stimme und Aussprache an. Um den vielfältigen kommunikativen Herausforderung im Berufsalltag gerecht zu werden, sind eine belastbare und klangvolle Stimme sowie eine verständliche und klare Aussprache sehr wichtig. Genau hier setzt dieses Trainingsformat an!

Stimmliche Ahnenforschung

Stimme ist nicht nur naturgegeben. Natürlich gibt es eine körperliche Disposition, doch ist Stimm- und Sprechverhalten zu einem großen Teil erlernt: In der Interaktion mit unseren Eltern, Geschwistern, Freunden oder anderen Bezugspersonen machen wir verschiedenste Kommunikationserfahrungen, die unser Sprechverhalten prägen. So sind diese Bezugspersonen zum Beispiel ein Modell für unser eigenes Sprechverhalten. Außerdem wird unsere Stimme und unser Sprechverhalten immer wieder von Anderen in der Interaktion reguliert. Der Stimmklang kann darüber hinaus mit tieferen Bedürfnissen und Persönlichkeitsstrukturen in Verbindung stehen. Wenn Sie sich auf stimmliche Ahnenforschung begeben wollen, können Ihnen folgende Fragen helfen, die eigene Sprechweise zu reflekieren:

Beschreibung Stimmklang
  1. Wie klingt die Stimme wichtiger Bezugspersonen? Welches Sprechverhalten zeigen sie? Wird in der Familie oder im Freundekreis z.B. immer leise oder immer recht laut gesprochen? Wie wird in der eigenen Familie kommuniziert? Welche dieser Verhaltensweisen gefallen Ihnen? Worauf sind Sie stolz? Was würden Sie gerne verändern? Mit welchen Verhaltensweisen verspüren Sie Schwierigkeiten?



     
  2. Welche Rückmeldung haben Sie zu Ihrer Stimme oder Ihrem Sprechverhalten bekommen? Haben Sie konkrete Sätze im Ohr? „Sei doch nicht so laut...“ „Sprich nicht so viel...“ „Erst überlegen dann sprechen...“. Gab es dabei einschneidende Erfahrungen? Zum Beispiel das Vorsingen in der Schule, ein Vortrag im Studium oder im Beruf, Gesprächsituationen im Privaten.
  3. Welche Wirkung möchten Sie erzielen? Wie möchten Sie anderen Menschen erscheinen? Gibt es da Bedürfnisse, die sich im Stimm- und Sprechverhalten zeigen? Zum Beispiel, dass Sie besonders nett erscheinen wollen, und deshalb z.B. unbewusst eine etwas leisere und höhere Stimme einsetzen. Oder wollen Sie besonders durchsetzungsfähig wirken und sprechend deshalb laut und polternd? Können Sie manche dieser Bedürfnisse auch über andere Verhaltensweisen realisieren?

Weitere Informationen zum Zusammenhang von Psyche und Stimme, sowie zu Stimmtraining im Allgemeinen finden Sie unter:
www.julia-training.com/stimmtraining

Zusammenfassung: Stimmliches Verhalten ist in einem großen Maße erlernt. Die eigene Stimme wird durch Vorbilder, Erfahrungen, Persönlichkeitsmerkmale, sowie aktuelle Emotionen und Bedürfnisse beeinflusst. Deshalb ist es lohnenswert diese Faktoren zu analysieren. Dabei findet man Entwicklungsmöglichkeiten für die eigene Stimme.

Wie funktioniert Stimmtraining?

Der Stimmfunktionskreis: Der ganze Mensch spricht.

Der Stimmfunktionskreis: Der ganze Mensch spricht.

Ziel eines Stimmtrainings ist es die stimmlichen Fähigkeiten so zu erweitern, dass sie den sozialen und beruflichen Anforderungen im Alltag gerecht werden. Dabei sollen Wohlklang und Leistungs-fähigkeit erweitert werden, bei gleichzeitig geringem Kraftaufwand. Die Stimme wird durch körperliche und mentale Prozesse beeinflusst. Deshalb setzt Stimmtraining an diesen Prozessen an, um eine Verbesserung des Stimm- und Sprechausdrucks zu erreichen. Das VOCCO Vocal Coaching Modell fasst diese Einflussfaktoren zusammen. Folglich zeigt er die Arbeitsbereiche des Stimmtrainings.

  • Aufrichtung und Bewegung: Atmung, Stimme und Artikulation kommen durch Bewegung und muskuläre Aktivität zu Stande. Deshalb sind Aufrichtung und eine ausgeglichene Muskelspannung, Voraussetzung für einen klangvollen Stimmeinsatz. Übungen zu Aufrichtung und Bewegung begünstigen das feine Zusammenspiel der komplexen muskulären Abläufe.

  • Atmung: Der Atemapparat ist der Motor der Stimme. Der Ausatemstrom versetzt die Stimmlippen im Kehlkopf in Schwingung. Ein frei fließender Atem ist somit Voraussetzung für eine tragfähige Stimme. Eine gesunde Atmung strömt tief in Bauch, Brustkorb und Flanken ein. Für die Stimmgebung streben wir eine aktive Ausatmung an, die die Stimme stützt.

  • Phonation: Der eigentliche Stimmton entsteht an den Stimmlippen im Kehlkopf. Ein guter Stimmbandschluss und eine synchrone Schwingung sind Voraussetzung für eine klare und tragfähige Stimme. Ist dies nicht der Fall, entstehen Heiserkeit, Rauigkeit oder Behauchtheit. Eine volle Stimme besteht dabei aus vielen sich überlagernden Obertönen.

  • Artikulation: Durch die Bewegung von Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel wird aus dem Stimmton ein Klang. Durch die Bewegung wird die Form des Mundraums verändert. Der Stimmton klingt in diesem sich verändernden Raum, wodurch Laute, Silben und Wörter entstehen. Eine plastische Artikulation erhöht unsere Verständlichkeit und stärkt die Stimmresonanz.

  • Wahrnehmung: Ziel ist es Ihre Stimme bewusst zu steuern und einzusetzen. Dies setzt eine bewusste Wahrnehmung voraus. Denn was ich nicht wahrnehme kann ich nicht verändern. Für die Veränderung der Stimme, arbeiten wir deshalb an der Wahrnehmung des Stimmklangs und an der Bewusstheit für Aufrichtung, Atem und Muskelspannung.

  • Intention und Person: Stimm- und Sprechverhalten ist erlernt. Das heißt, dass unsere Stimme beeinflusst wird durch zeitüberdauernde Persönlichkeitsmerkmale, genauso wie durch stimmliche Vorbilder und biographische Erfahrungen. Gleichzeitig hat die aktuelle Situation mit ihren Emotionen und Intentionen, Einfluss auf die Stimme.

All diese Bereiche können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, sondern hängen kausal zusammen. Ziel ist es, eine Erweiterung der eigenen stimmlichen Möglichkeiten zu erreichen, um ausdrucksstark und zugleich stimmschonend zu sprechen.

Weitere Informationen zu meinem Stimmtrainingskonzept und zu meinen Angeboten finden Sie unter: http://www.julia-training.com/stimmtraining

Zusammenfassung: Das VOCCO Vocal Coaching Modell zeigt die Einflussfaktoren auf die Stimme. Durch regelmäßiges Üben in diesen Bereichen kann sich Ihre Stimme nach und nach entfalten. Damit wird sie zu einer verlässlichen Kraft in Ihrer Kommunikation und Ihrem Auftreten.