Immer im Einsatz

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Ihre Julia Rupprecht

Die Stimme von Lehrerinnen und Lehrern ist im Dauereinsatz: Unterrichtsgespräche, Lehrvorträge, Kollegen- und Elterngespräche, Telefonate und Diskussionen. Es vergeht keine Stunde, in der Sie nicht mit und vor Anderen sprechen. Wenn die Stimme nicht trägt, kann der Lehralltag anstrengend sein und die stimmliche Gesundheit ist gefährdet. Denn als Lehrperson ist es von großer Bedeutung ein selbstsicheres, ausdrucksstarkes und motivierendes Auftreten zu zeigen. Und dabei sollen die zu vermittelnden Inhalte optimal durch den Stimmklang und den Sprechausdruck unterstützt werden. 

Regelmäßiges Stimmtraining fördert die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit, da Sprechanstrengung vermieden wird. Stimmtraining hilft auch mentale und körperliche Ressourcen auszubauen, da es in einem ganzheitlichen Kontext durchgeführt wird.

 

Fünf Fakten zur Lehrerstimme

Meine Kolleginnen der Kommunikationswerkstatt PLUS (LMU München) haben ein Video zur Lehrerstimme herausgebracht.
Barbara E. Meyer führt durch das Video und erklärt kurzweilig und verständlich, warum das Thema Stimme bei Lehrerinnen und Lehrern so wichtig ist.

Kommunikationswerkstatt PLUS (LMU München, Dr. Barbara E. Meyer): Fakten und Informationen zur Lehrerstimme


Wie funktioniert Stimmtraining?

Der Stimmfunktionskreis zeigt die Einflussfaktoren auf die Stimme. (Quelle: Eigene Darstellung)

Der Stimmfunktionskreis zeigt die Einflussfaktoren auf die Stimme. (Quelle: Eigene Darstellung)

Ziel eines Stimmtrainings ist es die stimmlichen Fähigkeiten so zu erweitern, dass sie den sozialen und beruflichen Anforderungen im Alltag gerecht werden. Dabei sollen Wohlklang und Leistungsfähigkeit erweitert werden, bei gleichzeitig geringem Kraftaufwand. Die Stimme wird durch körperliche und mentale Prozesse beeinflusst. Deshalb setzt auch Stimmtraining an diesen Prozessen an, um eine Verbesserung des Stimm- und Sprechausdrucks zu erreichen. Der Stimmfunktionskreis ist ein Modell, das diese Einflussfaktoren zusammenfasst. Folglich zeigt er die Arbeitsbereiche des Stimmtrainings.

All diese Bereiche können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, sondern hängen kausal zusammen. Ziel ist es, eine Erweiterung der eigenen stimmlichen Möglichkeiten zu erreichen, um ausdrucksstark und zugleich stimmschonend zu sprechen.
 

 

  • Aufrichtung und Bewegung: Atmung, Stimme und Artikulation kommen durch Bewegung und muskuläre Aktivität zu Stande. Deshalb sind Aufrichtung und eine ausgeglichene Muskelspannung, Voraussetzung für einen klangvollen Stimmeinsatz. Übungen zu Aufrichtung und Bewegung begünstigen das feine Zusammenspiel der komplexen muskulären Abläufe.

  • Atmung: Der Atemapparat ist der Motor der Stimme. Der Ausatemstrom versetzt die Stimmlippen im Kehlkopf in Schwingung. Ein frei fließender Atem ist somit Voraussetzung für eine tragfähige Stimme. Eine gesunde Atmung strömt tief in Bauch, Brustkorb und Flanken ein. Für die Stimmgebung streben wir eine aktive Ausatmung an, die die Stimme stützt.

  • Phonation: Der eigentliche Stimmton entsteht an den Stimmlippen im Kehlkopf. Ein guter Stimmbandschluss und eine synchrone Schwingung sind Voraussetzung für eine klare und tragfähige Stimme. Ist dies nicht der Fall, entstehen Heiserkeit, Rauigkeit oder Behauchtheit. Eine volle Stimme besteht dabei aus vielen sich überlagernden Obertönen.

  • Artikulation: Durch die Bewegung von Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel wird aus dem Stimmton ein Klang. Durch die Bewegung wird die Form des Mundraums verändert. Der Stimmton klingt in diesem sich verändernden Raum, wodurch Laute, Silben und Wörter entstehen. Eine plastische Artikulation erhöht unsere Verständlichkeit und stärkt die Stimmresonanz.

  • Wahrnehmung: Ziel ist es Ihre Stimme bewusst zu steuern und einzusetzen. Dies setzt eine bewusste Wahrnehmung voraus. Denn was ich nicht wahrnehme kann ich nicht verändern. Für die Veränderung der Stimme, arbeiten wir deshalb an der Wahrnehmung des Stimmklangs und an der Bewusstheit für Aufrichtung, Atem und Muskelspannung.

  • Intention und Person: Stimm- und Sprechverhalten ist erlernt. Das heißt, dass unsere Stimme beeinflusst wird durch zeitüberdauernde Persönlichkeitsmerkmale, genauso wie durch stimmliche Vorbilder und biographische Erfahrungen. Gleichzeitig hat die aktuelle Situation mit ihren Emotionen und Intentionen, Einfluss auf die Stimme.


Erklärvideos: Wie wirken Atmung, Stimmgebung und Artikulation zusammen?

Hier erfahren Sie in drei kurzen Videos wichtige Infos zur Stimme und Stimmbildung.


Lesestoff für die Stimme

Durch ein regelmäßiges Üben kann sich die Stimme und ihr Klang nach und nach entfalten. Damit wird sie zu einer verlässlichen Kraft in Ihrer Kommunikation und Ihrem Auftreten. Deshalb steht das praktische Üben immer im Vordergrund. Gleichzeitig kann es hilfreich sein sich Anregungen aus unterschiedlichen Quellen zu holen. An dieser Stelle möchte ich Ihnen einige Bücher von erfahr-enen Kolleginnen und Kollegen sowie Artikel aus meinem Blog empfehlen. Ich hoffe, dass Sie darin viele gute Anregungen und Impulse erhalten.  
 

Buchtipps zum Thema Stimme

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Rhetorik für Lehrerinnen und Lehrer

Dr. Barbara E. Meyer (2014), Weinheim: Beltz Verlag

Sehr praxisorientiertes und verständlich geschriebenes Buch einer erfahrenen Schulpädagogin.

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ABC des Sprechens

Heidi Puffer (2010), Leipzig: Henschel Verlag

Eine Sammlung vieler praktischer Übungen ergänzt durch alltags-relevante sprechwissenschaftliche Erklärungen.

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Die Wirkung der Stimme im Unterricht

Miriam Festl, Dr. Brigitte Teuchert & Christian Gegner (2018), Hamburg: Handwerk und Technik

Dieser Ratgeber ist ein praktischer Leitfaden zum Thema Lehrerstimme und Sprechen im Lehrberuf mit vielen interessanten Informationen und praktischen Übungen.


 

Artikel zum Thema Stimme in meinem Blog


Das Lernplakat für Lehrerinnen und Lehrer

Das Plakat "Stimmlich fit im Schulalltag" wurde eigens für den Berufsalltag von Lehrerinnen und Lehrern konzipiert. Das Plakat hat das Ziel das Thema Stimme ständig im Bewusstsein zu halten. Denn an die eigene Stimme denken viele Lehrerinnen und Lehrer erst, wenn irgendetwas nicht passt: Zum Beispiel wenn Sie feststellen, dass Sie ein Klassenzimmer mit Ihrer Stimme nicht füllen können, oder Ihnen die Schülerinnen und Schüler nicht aufmerksam folgen. Schwierigkeiten mit der Stimme können bis zu Heiserkeit und Einschränkungen im Beruf und im Privaten führen.

Das Plakat kann an verschiedenen Stellen im Schulgebäude aufgehängt werden und bleibt somit für das gesamte Lehrerkollegium immer im Blick. Dafür eigenen sich z.B. das Lehrerzimmer, das Sekretariat, das Kopierzimmer, ein Fachschaftszimmer oder die Sporthallen. Überall wo sich Lehrerinnen und Lehrer aufhalten bietet das Plakat konkrete und relevante Informationen und ermöglicht gleichzeitig einen persönlichen Austausch unter den Lehrerinnen und Lehrern.

Wenn Sie Interesse am Plakat für sich und Ihre Schule haben können Sie mir hier eine Anfrage oder Bestellung schicken. 

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