Mach' den Mund auf!

Wenn sich der Kiefer, die Lippen und die Zunge nicht genug bewegen, wird die Artikulation vernuschelt und undeutlich. Das kann schon mal passieren, wenn man müde oder erschöpft ist. Aber manche Personen machen einfach aus Gewohnheit den Mund nicht auf und werden deshalb schwerer verstanden. Die Folge sind Äußerungen wie “Kannst Du das nochmal sagen? Ich hab’ Dich nicht verstanden” oder einfach nur ein fragender Blick. Gleichzeitig tun wir unserer Stimme keinen Gefallen, denn durch eine unpräzise Aussprache kann sich unser Stimmvolumen nicht vollständig entfalten und unter Umständen kann dies sogar zu einer Überbelastung der Stimme führen. Was kann man also gegen eine undeutliche Artikulation tun?

Artikulation ist die Lautbildung.

 An der Artikulation sind die Lippen, der Kiefer, die Zunge und das Gaumensegel beteiligt.  (Photo: Screenshot aus VOCCO, Julia Rupprecht)

An der Artikulation sind die Lippen, der Kiefer, die Zunge und das Gaumensegel beteiligt.
(Photo: Screenshot aus VOCCO, Julia Rupprecht)

Durch die Bewegung von Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel wird aus dem Stimmton ein Klang. Durch die Bewegung wird die Form des Mundraums verändert. Der Stimmton klingt in diesem sich verändernden Raum, wodurch Laute, Silben und Wörter entstehen. Eine plastische Artikulation erhöht unsere Verständlichkeit und stärkt die Stimmresonanz. Gelingt dies dem Sprecher bzw. der Sprecherin, so muss er bzw. sie also nur wenig Kraft für die Stimmgebung aufwenden


Die Lippen sollen sich runden.

Das Sprechen erfordert intensive Lippentätigkeit. Durch Öffnen und Schließen, Runden und Spreizen können unterschiedliche Laute gebildet werden. Ist die Lippenmuskulatur zu schwach und die Beweglichkeit eingeschränkt, kann sich dies sowohl auf die Aussprache als auch auf die Resonanz der Stimme negativ auswirken. Die Rundung der Lippen ist für Vokale wie O, U, Ö und Ü besonders wichtig. Insgesamt verleiht die Rundung der Lippen, der Stimme mehr Resonanz, da sie wie ein Abschalltrichter, ähnlich einem Megaphon wirken.

Die Zunge ist ein Verformungskünstler.

Als das aktivste Artikulationsorgan gilt die Zunge. Sie ist extrem beweglich und kann ihre Gestalt wesentlich verändern. Durch das Zusammenspiel von Lippen und Zunge werden alle Vokale und Umlaute gebildet und auch bei der Bildung der meisten Konsonanten spielt die Zunge die entscheidende Rolle. Eine zu geringe Spannkraft der Zunge kann zu ungenauer Aussprache führen und auch den Stimmklang beeinflussen.

Der Kiefer ist wichtig für eine volle Stimme.

Der Unterkiefer ist ebenfalls an der Lautbildung beteiligt. Vom Grad der Kieferöffnung hängt das Volumen der Mundhöhle ab und das hat einen sehr großen Einfluss auf die Resonanz und Tragfähigkeit der Stimme. In vielen Fällen kann das Stimmvolumen schon durch die Weite der Kieferöffnung positiv beeinflusst werden. Da viele Personen aber auch Probleme mit Kiefer-verspannung haben, da sie z.B. in der Nacht Knirschen oder Pressen, ist hier in erster Linie für eine Entspannung des Kiefers zu sorgen.

Das Gaumensegel verschließt und öffnet den Nasenraum.

Das Gaumensegel regelt die Beteiligung des Nasenraums an der Lautbildung. Bei den meisten Lauten des Deutschen ist es gehoben und verschließt damit den Nasenweg – der Luftstrom entweicht überwiegend bzw. nur durch den Mundraum. In anderen Sprachen wir z.B. dem Französischen oder dem Portugiesischen gibt es wesentlich mehr nasalierte Laute. Durch die Absenkung des Gaumensegels wird also auch der Nasenraum zum Resonanzraum. Durch eine gewisse, natürliche Nasalität wird eine Klangfarbenänderung erreicht, wodurch die Sprache an Wohlklang gewinnt

Auf das Zusammenspiel kommt es an!

In dieser kleinen Animation wird gezeigt, wie das Zusammenspiel von Kiefer, Lippen, Zunge und Gaumensegel unsere Artikulation formt. Viel Spaß beim Anschauen!

Eine kleine Animation, die erklärt wie Artikulation funktioniert.

Üben Sie eine deutliche Artikulation durch das Sprechen von Zungenbrechern.

Eine gute Übung für eine deutliche Artikulation ist das Sprechen von Zungenbrechern. Hier finden Sie eine ganze Sammlung von Zungenbrechern. Machen Sie sich dabei bewusst welcher Laut oder welche Lautkombination im Zungenbrecher besonders häufig vorkommt. Versuchen Sie diesen Laut besonders klar auszusprechen. Es wird Ihnen helfen, wenn Sie sich den Inhalt des Zungenbrechers bildlich vorstellen und sinngemäße Pausen setzen. Versuchen Sie nach und nach Ihre Artikulationsgeschwindigkeit zu variieren. Mal etwas schneller, mal etwas langsamer.

Zungenbrecher zum Download

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Methodentipp: Gruppenpuzzle

Es kann eine ganz schöne Herausforderung beim Unterrichten sein, wenn die Gruppe der Lernenden sehr heterogen ist. Das heißt, wenn z.B. das Vorwissen unterschiedlich groß ist oder die Teilnehmenden sich bzgl. des fachlichen oder persönlichen Backgrounds unterscheiden. Hier kann die interaktive Lehr-Lern-Methode Gruppenpuzzle helfen.

Das Gruppenpuzzle ist für heterogene Gruppen geeignet.

Mit dem Gruppenpuzzle können Sie effektiv neue Inhalte und Informationen an Ihre Lerner*innen vermitteln. Gleichzeitig verarbeiten sie die Wissensinhalte in einer größeren Verarbeitungstiefe und lernen diese anzuwenden sowie zu erklären. Zur Durchführung der Methode benötigen eine größere Gruppe — empfohlen wird eine Gruppengröße von mindestens zehn Personen — und ein Arbeitsthema bzw. einen Arbeitstext. Die Dauer der Methode können Sie selbst steuern und richtet sich nach der Komplexität der Aufgabe bzw. der Menge an Arbeitstext. Als Orientierung sollten Sie etwa 30 Minuten für diese Methode einplanen.

Wie funktioniert Gruppenpuzzle?

 Stamm- und Expertengruppen bei der Methode Gruppenpuzzle. (Quelle: eigene Dastellung)

Stamm- und Expertengruppen bei der Methode Gruppenpuzzle. (Quelle: eigene Dastellung)

In der Methode gibt es sogenannte Stammgruppen und Expertengruppen. Die Methode läuft dabei in drei Phasen ab: die Lernenden sind zuerst in ihrer Stammgruppe, finden sich dann in ihrer Expertengruppe zusammen und kommen am Schluss wieder in ihre Stammgruppe zurück. Die gesamte Gruppe wird also in so genannte Stammgruppen mit gleich vielen Lernenden unterteilt.

Danach erhält jede Stammgruppe den selben Arbeitsauftrag, also ein Thema bzw. Eine Fragestellung, das bzw. die bearbeitet werden soll. Das Thema wird in Unterthemen aufgeteilt und jedes Gruppenmitglied befasst sich selbstständig mit einem Unterthema. Als nächstes finden sich alle Lernenden, die das gleiche Unterthema bearbeitet haben, in Expertengruppen zusammen und erarbeiten gemeinsam Wissen zu diesem Unterthema. Somit werden die einzelnen Lernenden, Expert*innen für das jeweilige Unterthema. Ergebnisse der jeweiligen Expertengruppe können z.B. auf einem Infoblatt dokumentiert und dann in den Stammgruppen als Leitfaden verwendet werden. Zum Abschluss gehen die Lernenden in ihre anfänglichen Stammgruppen zurück. Der Arbeitsauftrag kann gelöst werden, da jedes Gruppenmitglied sein Expertenwissen mit den anderen Teilnehmenden der Stammgruppen teilt und sie ihr Wissen integrieren. Die neuen Inhalte können z.B. auf einem Plakat oder Arbeitsblatt festgehalten werden.

Das alles macht Gruppenpuzzle zu einer effektiven Lehr-Lern-Methode, die ideal dazu eingesetzt werden kann, um neues Wissen zu generieren und das selbst bei heterogenen Gruppen.

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Wie kann ich mich und andere motivieren?

Sich in etwas vertiefen. Etwas voranbringen. Etwas schaffen. Das ist ein sehr befriedigendes Gefühl. Diesen inneren Antrieb nennt man in der Psychologie intrinsische Motivation. Sie bezeichnet die Absicht oder den Wunsch, eine Handlung um ihrer selbst willen durchzuführen. Einfach weil es als interessant, spannend und faszinierend erlebt wird. Und dabei werden auch Herausforderungen in Angriff genommen, Schwierigkeiten und Mühen bewältigt und viel Zeit aufgewendet.

Intrinsische Motivation ist aufgabenbezogene Motivation

Das Ziel der Förderung des Interesses und der intrinsischen Motivation ist, positives Erleben während des Lernens zu ermöglichen und den persönlichen Wert bzw. die Bedeutung des Lerngegenstandes zu erhöhen. Damit ist intrinsische Motivation ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Lernen und die Entwicklung kreativer Fähigkeiten.
Die Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan (1993, 2002) ist einer der beherrschenden Erklärungsansätze für intrinsische Motivation. Dabei wird intrinsisch motiviertes Verhalten auf die Erfüllung der grundlegenden Bedürfnisse nach Kompetenz, Selbstbestimmung und sozialer Einbindung zurückgeführt. Diese Bedürfnisse seien jedem Menschen angeboren.

Um die innere Motivation einer Person zu stärken, sind nach dieser Theorie also drei Faktoren besonders wichtig:

 Deci E.L. & Ryan R.M., 1993 (Grafik: eigene Darstellung)

Deci E.L. & Ryan R.M., 1993 (Grafik: eigene Darstellung)


Kompetenz: „Ich kann es schaffen!“

Jemand erlebt sich als kompetent die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen und erweitern zu können. Dabei stehen die eigenen Fähigkeiten in einem guten Verhältnis zu den Herausforderungen.


Wie kann ich die Kompetenzwahrnehmung fördern?


  1. Rückmeldungen und Bekräftigungen geben

  2. Aktive Beteiligung und lebenspraktische Anwendungen fördern

  3. Den Lernstoff klar, strukturiert und anschaulich präsentieren

  4. Aufgaben mit angemessenem Schwierigkeitsgrad anbieten


Autonomie: „Ich kann selbst bestimmen!“

Jemand fühlt sich frei von äußeren Zwängen und hat sein Handeln selbst in der Hand. Dazu gehört das Gefühl Verursacher des eigenen Handelns zu sein und Kontrolle darüber zu haben.


Wie kann ich die Autonomie fördern?

  1. Mitbestimmung ermöglichen

  2. Handlungsspielräume vergrößern

  3. Selbstbewertung ermöglichen


Soziale Eingebundenheit: „Ich gehöre in eine Gemeinschaft!“

Jemand fühlt sich mit Anderen verbunden und ihnen zugehörig. Das Planen und Umsetzen der eigenen Handlungen wird durch die sozialen Beziehungen beeinflusst.


Wie kann ich soziale Einbindung fördern?

  1. Teamarbeit ermöglichen

  2. Hilfestellung bei schwierigen Aufgaben bieten

  3. Arbeitsatmosphäre gestalten und Diskussionen ermöglichen

  4. Partnerschaftliches Studierenden-Dozierenden-Verhältnis herstellen


Literatur:
Urhahne D. (2008): Sieben Arten der Lernmotivation. Ein Überblick über zentrale Forschungskonzepte. Psychologische Rundschau, 59 (3), 150-166.
Deci E.L. & Ryan R.M. (1993): Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. Zeitschrift für Pädagogik, 39, 223-237.

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Gelassener Umgang mit Stress

Die Sommerferien sind vorbei. Die meisten sind ab Mitte September wieder zurück am Arbeitsplatz. Und ja, die Routine des Arbeitsalltags hat einen verdammt schnell wieder! Zwischen den vielen Aufgaben und Terminen, denken wir gerne an die entspannten und schönen Erlebnisse der Urlaubszeit zurück. Doch warum kennen viele das Gefühl, dass das Energielevel schnell wieder sinkt? Warum verlieren wir Entspannung und Wohlbefinden so leicht aus dem Blick?

 Den eigenen Weg finden… eine feine Linie die man nicht überschreiten sollte.  (Bild: Julia Rupprecht)

Den eigenen Weg finden… eine feine Linie die man nicht überschreiten sollte.
(Bild: Julia Rupprecht)

In unserem Alltag sind Produktivität und Leistungsbereitschaft besonders wichtig — viele von uns haben es auch in ihr Selbstbild integriert, immer Leistung, Perfektion und effizientes Arbeiten zu liefern. Unsere Arbeits- und Lebenskontexte werden immer komplexer und vielschichtiger. Leicht übersehen wir dabei eine feine Grenze, die viele von uns immer und immer wieder überschreiten. Leider gehen viele dabei an die eigene Substanz und betreiben Selbstausbeutung. Doch damit gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch die Personen im eigenen Umkreis: Familie und Freunde können ebenso darunter leiden.

Es muss jedoch kein Widerspruch sein die eigene Produktivität zu steigern und gleichzeitig mit Arbeit und Leben zufrieden zu sein. Es ist möglich an Herausforderungen zu wachsen und gleichzeitig das persönliche Wohlbefinden zu erhalten oder gar zu steigern. Dabei ist es wichtig zu erkennen, wie die eigenen Grundbedürfnisse, Copingstrategien, Motivation und Werte mit der eigenen Arbeitszufriedenheit, Arbeitseinstellung und Leistungsfähigkeit zusammen hängen. Zwei Schlüsselbegriffe sind dabei “Ressourcen” und “Resilienz”.

Ressourcen und Resilienz als Basis für ein gesundes Leben

Als Ressourcen einer Person werden alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel verstanden, die die Person schützen und fördern. Dabei werden innere Ressourcen und äußere Ressourcen unterschieden. Zu den inneren Ressourcen werden alle psychischen und körperlichen Kompetenzen und Fähigkeiten gezählt, die es der Person ermöglichen eine Situation positiv zu beeinflussen und unangenehme Einflüsse zu reduzieren. Das können z.B. Intelligenz, körperliche Kraft oder die Fähigkeit zu kreativem Denken sein. Als äußere Ressourcen werden alle externen und objektiven Mittel verstanden auf die die Person Zugriff hat. Das können z.B. ein starkes soziales Netzwerk, Geld oder auch Infrastrukturen sein.

Unter Resilienz versteht man eine psychische Widerstandsfähigkeit. Damit ist also eine Fähigkeit gemeint Krisen und Herausforderungen zu meistern. Dabei greift man auf persönliche Ressourcen und Bewältigungsstrategien zurück und kann die schwierige Lebenssituation u.U. sogar für eine persönliche Weiterentwicklung nutzen. So ist es hilfreich in einer schwierigen Lebenssituation z.B. Toleranz für Ungewissheit, Problemlösungsorientierung oder aber auch Erfahrungen der Sinnhaftigkeit zu haben. Es ist darüber hinaus wichtig in Beziehungen zu anderen Menschen zu stehen und diese zu pflegen und aktiv zu gestalten.

Alice Murschall als Expertin für Stressbewältigung

 Alice Murschall in Aktion.  (Quelle: www.sprachraum.org)

Alice Murschall in Aktion.
(Quelle: www.sprachraum.org)

Mein Kollegin Alice Murschall bietet Training und Coaching zu den Themen Stressbewäl-tigung und Resilienz an. Ich schätze sie sehr, da sie ein herzlicher und sensibler Mensch und gleichzeitig eine erfahrene und reflektier-te Trainerin ist. So hat sie Psychologie und Pädagogische Psychologie studiert und ist systemischer Coach sowie Supervisorin. Im Mittelpunkt von Alice’s Arbeiten stehen Sie als Mensch mit Ihrem persönlichen Anliegen. Schritt für Schritt schauen sie sich gemeinsam an, wie Sie zu einer konkreten Lösung kommen, die für Sie zufriedenstellend ist. Dabei geht es nicht darum, von Alice zu erfahren, was zu tun ist oder was "man" machen sollte. Mit Alice können Sie individuelle Lösungen erarbeiten!

Hier finden Sie die Website von Alice Murschall: www.alicemurschall.de

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Das Lernplakat für Lehrerinnen und Lehrer

Das Plakat "Stimmlich fit im Schulalltag" wurde eigens für den Berufsalltag von Lehrerinnen und Lehrern konzipiert. Das Plakat hat das Ziel, die Themen "Stimmliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit", sowie "Gestaltung des Unterrichts durch die Stimme" ständig im Bewusstsein zu halten. Damit wird eine nachhaltige Beschäftigung mit der eigenen Stimme angestoßen.

Alles auf einem Plakat

  • Sie verstehen die Einflussfaktoren auf die Stimme.

  • Sie verbessern Ihre Stimme durch Übungen.

  • Sie bekommen Tipps und Tricks für den Schulalltag.

  • Sie bekommen Hinweise zur Pflege der Stimme.

  • Sie lernen Experten und Ansprechpartner kennen.

  • Sie haben online Zugriff auf ständig aktuelle Informationen zu den Themen Stimme und Stimmtraining.

Sie wollen mehr Info zum Plakat?

Hier finden Sie noch ausführlichere Informationen zum Lernplakat. Sollten Sie Fragen haben, scheuen Sie nicht mich einfach persönlich anzuschreiben.

Bitte sagen Sie befreundeten Lehrerinnen und Lehrern bzw. Schulen, dass es das Plakat gibt!

Stimmprobleme stellen eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Lehrerinnen und Lehrern dar. Die stimmliche Belastung in der Schule und im Unterricht ist hoch und die Stimme ist das Arbeitswerkzeug einer Lehrperson. Wenn es hier zu Problemen oder Einschränkungen kommt, betrifft es sowohl die Lehrperson selbst, als auch die Schülerinnen und Schüler, deren Unterricht ausfällt oder leidet, sowie die Kolleginnen und Kollegen, die eventuell Unterricht vertreten müssen.

 Mit der Stimme begeistern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler… und sie selbst fühlen sich richtig gut vor der Klasse! (Illustration: Sebastian Meinecke)

Mit der Stimme begeistern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler… und sie selbst fühlen sich richtig gut vor der Klasse! (Illustration: Sebastian Meinecke)

Und gerade bei Lehrerinnen und Lehrern gilt: Prävention ist die halbe Miete! Und genau hier kann das Lernplakat eine perfekte Unterstützung für das gesamte Lehrpersonal einer Schule bieten. Das Plakat kann natürlich aber auch von Lehrerinnen und Lehrern privat zu Hause genutzt werden. …damit es gar nicht erst zu Stimmproblemen kommt!


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Hier nochmal der Link zu mehr Informationen: https://www.julia-training.com/plakatlehrer

Für freie Atemwege!

Jetzt im Sommer hört man es immer wieder im Radio: „Die Ozonwerte sind erhöht. Vor allem gesundheitlich empfindliche Personen sollten auf anstrengende Tätigkeiten im Freien verzichten. Auch sportliche Ausdauerleistungen sollten vermieden werden.“ Und dann heißt es immer wieder, dass gerade Personen mit Lungenproblemen ganz besonders vorsichtig sein sollten.

 In Städten sind die Feinstaubwerte durch Verkehr und Industrie hoch. Je nach Jahreszeit kommen noch weitere Belastungen hinzu. (Bild: Julia Rupprecht)

In Städten sind die Feinstaubwerte durch Verkehr und Industrie hoch. Je nach Jahreszeit kommen noch weitere Belastungen hinzu. (Bild: Julia Rupprecht)

Die Lungen- und die Stimmfunktion hängen direkt miteinander zusammen. Probleme und Einschränkungen in der Atmung können unmittelbar zu einem Stimmproblem führen. Aus diesem Grund schauen wir uns drei Risikofaktoren in der Atemluft an: Die Pollenbelastung, die Ozonbelastung und die Feinstaubbelastung.
 

 

 

Der Pollenflug ist im Frühjahr besonders stark

In der Zeit von Februar bis Juni steht die Blüte in voller Pracht. Es ist wahnsinnig schön anzuschauen, doch für Allergiker leider nicht besonders angenehm. Denn der allergieauslösende Pollen verbreitet sich während der Pollensaison über die Luft nahezu überall hin. Damit wird es für Allergiker aber leider auch besonders schwierig das Allergen zu meiden. Unter einer Allergie versteht man eine überschießende, unangemessene Reaktion des Immunsystems auf eindringende Reize, so z.B. den Pollen. Allergien betreffen dabei häufig die Lunge und die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum und wirken sich negativ auf diese aus. Dabei kann es zu Schwellungen, Schleimbildung, Entzündungen kommen. Und natürlich fängt es dann an zu brennen und zu jucken — die Nase läuft — man muss husten — bekommt Halsschmerzen — oder auch eine heisere und belegte Stimme.

Was kann ich tun?

  1. Schleimhäute pflegen: Der Pollen setzt sich an der Nasenschleimhaut fest und sorgt hier für einen dauerhaften Reiz. Spülen Sie Ihre Nase mit einer Nasenspülkanne aus. Sie können auch Kopfdampfbäder mit Salz und Salbei machen.
  2. Haare und Kleidung waschen: Der Pollen setzt sich an allen möglichen Stellen fest. Gerade Personen mit langen Haaren sollten sie deshalb häufiger waschen. Auch in der Kleidung kann sich Pollen gut festsetzen. Legen Sie die Kleidung deshalb nachts auch nicht in der Nähe des Betts ab.
  3. Pollenflugzeiten beachten: In der Stadt ist die Pollenbelastung meist morgens am geringsten. Auf dem Land ist er morgens meist am stärksten. Richten Sie ihre Zeiten zum Lüften danach und lassen Sie beim Lüften wenn möglich einen dünnen Vorhang vor dem Fenster:


Die Ozonwerte sind im Sommer besonders hoch

Von Mai bis September treten meist die höchsten Ozonwerte auf. Ozon ist ein farbloses und giftiges Gas mit der chemischen Formel O3. Im Vergleich zum normalen Sauerstoff O2, den wir zum Atmen brauchen, besteht Ozon also aus drei Sauerstoffatomen. In Bodennähe entsteht es vor allem aus Sauerstoff und Luftschadstoffen, die vorwiegend aus Autoabgasen und der Industrie stammen. So kann Ozon beim Menschen z.B. Augenbrennen, ein Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen verursachen. Das Gas reizt vor allem die Lungen und die Atemwege und kann somit auch die Lungenfunktion einschränken oder Lungenkrankheiten hervorrufen. Mögliche Symptome sind Hustenreiz, Atemwegsprobleme und Kopfschmerzen. Bei Werten bis zu 180 µg/m3 besteht keine Gefahr. Ab diesem Wert von 180 µg/m3 sollten man besonders auf seine Gesundheit achten.

Was kann ich tun?

  1. Anstrengungen vermeiden: Ab 180 µg/m3 sollten alle gesundheitlich empfindlichen Personen auf anstrengende Tätigkeiten im Freien verzichten. Auch sportliche Ausdauerleistungen sollten vermieden werden.
  2. Tageszeiten beachten: Legen Sie mögliche Anstrengungen an der frischen Luft, wie z.B. Ausdauersport oder Gartenarbeit möglichst in die frühen Morgenstunden. Hier sind Sie einer geringeren Ozonkonzentration ausgesetzt. Es ist auch empfehlenswert frühmorgens ausgiebig die Wohnung zu lüften.


Die Feinstaubbelastung ist stark vom Wetter abhängig

Die Belastung der Luft mit Feinstaub schwankt täglich. Gerade in Großstädten wie München oder Stuttgart werden immer wieder die festgelegten Grenzwerte überschritten. Aber auch ländliche Gebiete sind betroffen und werden von den feinen Partikeln aus Abgasen, Heizungen und der Landwirtschaft verpestet. Als Feinstaub bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken. Sie verweilen eine gewisse Zeit in der Atmosphäre. Diese winzigen Teilchen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Eine hohe Feinstaubbelastung erhöht das Risiko für Allergien, Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Da die Feinstaubkonzentration besonders von der Verteilung des Staubs in der Luft abhängt, nimmt das Wetter einen großen Einfluss. Bei einer sogenannten austauscharmen Wetterlage steigen die Feinstaubwerte. Ungünstiges Wetter für die Feinstaubbelastung ist vor allem fehlender Regen und Schnee, eine ungünstige Windrichtung, eine geringe Windgeschwindigkeit, sowie eine nächtliche Bodeninversion. Das tritt besonders oft im Winter auf, weshalb die Feinstaubkonzentration hier besonders hoch werden kann.

Was kann ich tun?

  1. Schadstoffausstoß verringern: Bekanntlich entsteht Feinstaub aus Abgasen. Versuchen Sie deshalb auf Dinge zu verzichten, die Feinstaub produzieren: Lassen Sie das Auto stehen bzw. fahren Sie langsamer, verbrennen Sie kein Holz und versuchen Sie energiebewusst zu leben.
  2. Atemwege schützen und pflegen: Nehmen Sie ein (evtl. sogar angefeuchtetes) Tuch vor Mund und Nase, wenn Sie einer hohen Feinstaubbelastung ausgesetzt sind, so z.B. wenn Sie am Lagerfeuer sitzen. Auch eine Nasenspülkanne oder Kopfdampfbäder können die Stäube etwas binden.
     

Zusammenfassung: Die Lungen- und die Stimmfunktion hängen direkt miteinander zusammen. Probleme und Einschränkungen in der Atmung können unmittelbar zu einem Stimmproblem führen. Deshalb gilt es die Atemwege zu schützen und zu entlasten. Dabei ist zu beachten dass der Pollenflug im Frühjahr, die Ozonwerte im Sommer und die Feinstaubbelastung bei besonderen Wetterlagen erhöht sind.

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Die eigenen Stärken sehen

 Wer auf persönliche Stärken vertrauen kann, geht mit mehr Selbstbewusstsein voran. (Quelle: fotolia)

Wer auf persönliche Stärken vertrauen kann, geht mit mehr Selbstbewusstsein voran. (Quelle: fotolia)

Warum ist es manchmal so verdammt schwer, die eigenen Stärken und Gaben zu sehen? Sehr genau beobachten und kritisieren wir uns selbst für unsere vermeintlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten: das könnte doch noch besser… hier noch schneller… da noch weiter… und und und. Die eigenen Gaben — obwohl sie ständig da sind, da sie uns als Personen ausmachen — bleiben uns selbst häufig verborgen. Von außen betrachtet, scheinen sie oft schon in den ersten Begegnungen durch. Und langjährige Freunde schätzen uns besonders aufgrund unserer herausragenden Stärken. So können auch Sie sicherlich jede Menge positiver Eigenschaften und Qualitäten an einem Freund oder einer Freundin benennen. Aber was ist mit den eigenen? Kann ich sie sehen und annehmen?
 

Ein Gaben-Interview ist ein großes Geschenk

Also wieso nicht einfach mal ein paar liebe und wichtige Menschen danach fragen? ...liebe und wichtige Menschen, die einen gut kennen und mit denen man schon so einiges geteilt hat. Es mag am Anfang etwas verwegen klingen so direkt nach einem positiven Feedback zu fragen — sind wir es doch gewohnt uns immer die negative Kritik abzuholen. Denn schließlich wollen wir ja besser werden. Und das was ich schon gut kann, muss ich doch nicht mehr verbessern.
Aber weit gefehlt: Im Gaben-Interview steckt so viel Potenzial für eine Weiterentwicklung der eigenen Person. Es kann einem Selbstvertrauen, Ruhe und Zielstrebigkeit geben, da man durch die Fremdbilder herausfinden kann, welche Stärken und Qualitäten andere herausragend finden. Durch den „Blick von außen“ lernt man also ganz viel über sich selbst.
 

Mich selbst durch die Augen eines anderen sehen

Wer ist Ihnen wichtig und wohlgesonnen? Können Sie sich vorstellen diese Person zu bitten ein paar Feedbackfragen zu beantworten? Es ist empfehlenswert die Person zunächst persönlich danach zu fragen. Im Anschluss lassen Sie die Interviewfragen schriftlich beantworten. Trauen Sie sich und lassen Sie sich überraschen wie wohltuend es ist das Feedback zu erhalten.

  • Worin bin ich besonders gut? Vielleicht auch ohne es jemals explizit gelernt zu haben.
  • Was sind in Deiner Wahrnehmung wichtige Werte, die mein Leben prägen?
  • In was für Rollen siehst du mich?
  • In welchen Situationen / für welche Tätigkeiten würdest du meine Unterstützung suchen?
  • Wie unterscheide ich mich von anderen?
  • Wohin sollte nach Deinem Gefühl meine Reise gehen? Bitte beachte dabei meine persönlichen Stärken und Vorlieben.
  • Hast du noch einen Hinweis für mich, der mich gerade positiv weiterbringen könnte?


Zusammenfassung: Manchmal ist es sehr schwierig die eigenen Stärken und Qualitäten zu erkennen. Eine Methode die einen bei der Selbstreflexion unterstützt, ist das sogenannte Gaben-Interview. Dabei bittet man vertraute und wohlgesonnene Personen um ein persönliches Feedback. Dieses Interview ist ausdrücklich konstruktiv und positiv und soll damit die eigene Person stärken. Es ist empfehlenswert das Interview schriftlich beantworten zu lassen.

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Lernen mit der Sprachraum-Akademie

Sprachraum. Das sind sehr kompetente, professionelle, herzliche und wunderbare Kollegen von mir! Sie bieten Trainings, Coaching, Webinare und Vorträge. Und das neuerdings auch in ihrer offenen Sprachraum-Akademie!

 Quelle: https://sprachraum-akademie.de/

Quelle: https://sprachraum-akademie.de/

 Quelle: https://sprachraum-akademie.de/

Quelle: https://sprachraum-akademie.de/

Hier finden Sie das offene Kursangebot für das Sie sich über die Website anmelden können. Vorträge und Seminare finden in München statt. Die Webinarangebote sind natürlich örtlich unabhängig.

So wünsche ich Ihnen ein interessantes Stöbern und Hineinschauen! ...und falls Sie sich für ein Sprachraumangebot anmelden sollten: eine bewegende, vielfältige und tolle Lernerfahrung!

Sie finden spannend worüber ich nachdenke und schreibe?!
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PowerPoint-Folien zielführend nutzen

Ein professionell wirkender Einsatz von Präsentations- bzw. PowerPoint-Folien ist heute bei Vorträgen nahezu eine Selbstverständlichkeit und schlichtweg unverzichtbar. Das Software-Programm eignet sich um informative Vorträge visuell zu unterstützen.
 

Ein kleiner Leitfaden zur Folienerstellung

Damit dies gelingt, habe ich den nachfolgenden Leitfaden zusammengestellt. Er soll helfen in kurzer Zeit übersichtliche und wohlgestaltete Folien zu erstellen. Dabei handelt es sich nicht um eine Erklärung technischer Aspekte oder der Funktionalität der Software. Vielmehr wird aus rhetorischer Sicht erklärt, was sinnvoll und wichtig ist, damit die Zuhörenden die Folien leichter kognitiv verarbeiten können. Der Leitfaden gliedert sich deshalb in drei Abschnitte:

  • Folien aufbauen
  • Orientierung schaffen
  • PPT-Folien gestalten

Wenn sich diese Aspekte in Ihrer Foliengestaltung wiederspiegeln, erleichtern Sie die kognitive Verarbeitung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Zuhörenden die Inhalte Ihrer Präsentation besser erinnern.

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PPT-Folien aufbauen

Bevor man beginnt eine Präsentation zu gestalten, hilft es ein paar grundlegende Aspekte zu betrachten.

Zunächst sollte man sich bewusst machen, dass jede Visualisierung der Verständlichkeit dient. Deshalb müssen Folien übersichtlich und einfach gestaltet sein. Zudem muss Visualisiertes gut sicht- bzw. lesbar sein. Damit eine hohe Verständlichkeit gewährleistet ist, sollte man sich über die Ziele und Botschaften der Präsentation im Klaren sein. Stellen Sie sich deshalb vorab folgende Fragen:

  • Was ist mein Ziel mit dieser Präsentation? Was sollen die Zuhörenden nach dem Vortrag erinnern? Was sollen die Zuhörenden wissen, verstehen bzw. können?
  • Was ist der rote Faden meines Vortrags? Wie sind Einleitung, Hauptteil und Schluss gestaltet? Wie gestalte ich Übergänge zwischen einzelnen Redeteilen?
  • Wie kann ich die Relevanz des Themas für das Publikum erhöhen? Gibt es einen aktuellen bzw. persönlichen Bezug?
  • Welche Fragen stellen sich die Zuhörenden bei diesem Thema? Gibt es vielleicht Vorurteile oder Vorannahmen über das Thema?

Der Redeaufbau sollte sich im Anschluss genau im Ablauf der Präsentationsfolien widerspiegeln. Jede einzelne Folie hat deshalb eine konkrete Botschaft. Dabei ist es sinnvoll, wenn nicht mehrere bzw. zu viele Botschaften auf einer Folie repräsentiert sind. Folgende Fragen helfen das herauszufinden:

  • Welche Darstellung wird dem Publikum helfen das Wichtige bzw. die Kernaussage zu erkennen?
  • Wie kann das Wesentliche im Vergleich zu weniger wichtigen Aussagen hervorgehoben werden?
  • Welche Reihenfolge ist bei der Erklärung bzw. Visualisierung wichtig, damit die Botschaft leicht verstanden wird? Gibt es Informationen die Voraussetzung bzw. Folge von anderen Informationen sind?
  • Gibt es unwichtige Botschaften, die eventuell sogar dem Erkennen der wichtigen Botschaft im Wege steht?

Foto "PPT-Folien aufbauen": Julia Rupprecht

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Orientierung schaffen

Die Zuhörenden sollen sich auf den Folien leicht zurecht finden. Wie kann man die Verständlichkeit sichern?

  • Platzeinteilung: Wählen Sie eine einheitliche Linienführung und gleichmäßige Ränder und verwenden Sie Kopf- bzw. Fußzeilen. Der Folienmaster, sowie Gitterlinien und Lineale helfen Ihnen bei der Ausrichtung. Das beruhigt das Auge und Inhalte können visuell leichter erfasst werden.
  • Systematik: Insgesamt sollten Farbgebung, Schrift, Größen etc. systematisch gewählt werden und sich über die gesamte Präsentation nicht verändern.
  • Agenda: Jede Folie mit Inhalt sollte eine Nummerierung, Folienzahl bzw. eine mitlaufende Agenda tragen. Das erleichtert Rückfragen, Bezüge und die eigene Orientierung.
  • Funktionsobjekte: es können Objekte eingeführt werden, die für das Publikum mit einer bestimmten Aufforderung oder Handlung verknüpft sind, und die sehr schnell wiedererkannt werden. So z.B. ein Fragezeichen für "Fragen des Publikums sind erwünscht".
  • Überschriften: jede Folie trägt eine Überschrift oder einen Action Title. Bei einem Action Title handelt es sich um einen positiv formulierten Satz, der Subjekt, Verb und Objekt beinhaltet. Er formuliert die Hauptbotschaft der Folie.
  • Einführung bzw. Zusammenfassung von Inhalten: mit einem Management-Summary werden die wichtigsten Inhalte kurz zu Beginn des Vortrags präsentiert, so z.B. Hauptbotschaften, (Lern-)ziele oder Ergebnisse. Mit Take-away-boxen am Ende von Redeabschnitten können die wichtigsten Inhalte eines Vortragsteils nochmals hervorgehoben werden.

Foto "Orientierung schaffen": Julia Rupprecht

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PPT-Folien gestalten

Bulletpoint nach Bulletpoint wirkt ermüdend und vermittelt die Inhalte nicht passend. Wie entstehen schöne Folien?

Die Gestaltung basiert grundsätzlich auf dem Prinzip von Gleichheit und Kontrastierung:  
Deshalb arbeiten Sie mit Unterschieden in Größe, Form, Raumorientierung, Position und Farben. In folgenden Bereichen können Sie eine PPT recht schnell wirkungsvoll gestalten:

  • Text: Eine serifenlose Schrift ist für PPT empfehlenswert, so z.B. Arial, Franklin Gothic, Futura, Helvetica, Optima. Verwenden Sie Fett, Kursiv, Unterstreichung, Schriftart, Größe systematisch.
  • Inhalte: Verwenden Sie nur Stichworte und keine ganzen Sätze. Die Ausnahme sind Zitate oder Passagen bei denen die wortwörtliche Formulierung von besonderer Wichtigkeit ist. Auf einer Folie sollten in etwa fünf +/- zwei Inhalte sein, die alle thematisch zum Action Title gehören.
  • Farbe: Verwenden Sie wenige Farben und machen Sie sich dafür eine Farbpalette mit passenden Farben. Bleiben Sie tendentiell mehr in einem Farbspektrum. Achten Sie auf genügend Kontrast, damit Sie später keine Schwierigkeiten bei der Darstellung mit dem Beamer bekommen. Hier kann es immer zu Farbverschiebungen kommen.
  • Animationen: Wählen Sie schlichte Animationen verwenden Sie diese systematisch. Sie helfen, um durch einen schrittweisen Aufbau das Lesen der Folien oder einer Grafik zu erleichtern.
  • Bild/ Audio/ Video: Wählen Sie das Bild, Audio oder Video mit Bedacht aus und überprüfen Sie ob es wirklich zur zu vermittelnden Botschaft passt. Schneiden Sie es ggf. zu und nutzen Sie nur den inhaltlich relevanten Ausschnitt. Achten Sie auf eine ausreichende Qualität bzgl. Größe, Auflösung, Kontrast oder Lautstärke.
  • Grafik/ Smartart: Grafiken ermöglichen die Darstellung von zeitlichen Abläufen, Verhältnissen, Proportionen und Strukturen. Wählen Sie einen passenden Graphen aus, der die Daten gemäß ihrer Aussagen am besten darstellt, so z.B. Kuchen, Bar, gestapelte Bars, geteilte Bars, Punkte-Wolke, Liniengraphen. Verwenden Sie keine 3D-Effekte, da dies die Lesbarkeit verzerrt. Im optimalen Fall ist die Beschriftung in der Grafik angeben. Wenn Sie eine Smartart-Grafik verwenden, dann geben Sie zunächst die ungefüllten Formen vor und füllen Sie diese im Anschluss mit Inhalten.

Foto "PPT-Folien gestalten": Julia Rupprecht

Zusammenfassung: PPT-Folien können mit einigen Kniffen wirkungsvoll gestaltet werden. Wenn Sie vornherein bedenken, wie Sie die Präsentation aufbauen, wie Sie Orientierung für die Zuhörenden schaffen und wie Sie dann Folien gestalten, steht einem souveränen PPT-Einsatz nichts mehr im Wege.
 

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Die Kraft von Bildern

Training und Coaching initiieren persönliche Veränderungprozesse. Aber wie es bei diesen Veränderungen ganz natürlich ist, sind noch nicht alle Schritte dieses Weges klar und deutlich. Sie entwickeln sich erst im Verlauf eines inneren Suchprozesses, der vom Coach unterstützt und begleitet wird.

Gerade weil noch nicht alle Entwicklungen klar und deutlich sind, beschreiben viele Personen eine gewisse „Sprachlosigkeit“. Damit ist gemeint, dass es noch schwer fällt das Neue im eigenen Leben mit Sprache zu fassen. Ganz oft ist ein noch vages Gefühl oder ein inneres Bild da. Die neue Entwicklungsrichtung ist erlebbar und spürbar. Doch Worte passen noch nicht so ganz oder sollen auf eine ganz bestimmte Art und Weise verstanden werden. Wie kann man hier unterstützen?
 

Bildhaftes Denken unterstützt Entwicklungsprozesse

 Wohin geht der Weg? Die Arbeit mit bildhaftem Denken kann hier unterstützen. (Photo: Julia Rupprecht)

Wohin geht der Weg? Die Arbeit mit bildhaftem Denken kann hier unterstützen. (Photo: Julia Rupprecht)

Da wo Worte noch nicht kommen, können Bilder helfen, um den Einstieg in Erlebensprozesse zu erleichtern. Sie helfen durch ihre Metaphorik und ihre Vielschichtigkeit das eigene Denken zu explorieren. Dabei können Assoziationen und Imagination angeregt und nutzbar gemacht werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle zwei Methoden vorstellen, die mit bildhaftem Denken und Erlebensbezug arbeiten: Sinn-Bilder® von Dr. Tony Hofmann und das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause.

Vom grundlegenden Vorgehen ähneln sich beide Methoden:

  1. Sich erlebensbezogen für ein Bild entscheiden
  2. Bilddetails und positive Assoziationen sammeln
  3. Assoziationen und Details mit dem Thema verbinden
  4. Eine stimmig erlebte Kernaussage formulieren
  5. Für eventuelle Folgeprozesse offen sein.


Sinn-Bilder® von Dr. Tony Hofmann

Sinn-Bilder® erleichtern den Einstieg in Erlebensprozesse. Sie helfen, das auszudrücken, was spürbar ist. Jede Karte zeigt eine bildhafte Metapher. Die Motive sind offen für das gefühlsmäßige Erleben und zugleich konkret genug für sprachliche Beschreibungen.
Sinn-Bilder® finden Anwendung in Therapie, Beratung und Coaching sowie in Bildungskontexten (Hochschullehre, Unterricht). Die Sprachfindungs-Methode wird im Anleitungsheft ausführlich erläutert. Sie ist wissenschaftlich fundiert, empirisch erprobt und flexibel an unterschiedliche Kontexte und Zwecke anpassbar.
Sinn-Bilder® sind überall da einsetzbar, wo ein Mensch etwas subjektiv Bedeutsames schon spürt oder ahnt, aber bisher noch nicht ausdrücken kann.

Web: https://sinn-bilder.de/


Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)

Das ZRM ist ein psychoedukatives Verfahren. Diese Selbstmanagement-Methode wurde von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause für die Universität Zürich entwickelt. Dabei werden Menschen unterstützt, ihre Handlungssteuerung zu optimieren und ihre intrinsische Motivation für die Zielerreichung zu aktivieren. Menschen sollen also befähigt werden, ihre persönlichen Ziele in Handlungen umzusetzen. Das ZRM-Programm ist hinsichtlich seiner Wirksamkeit empirisch untersucht. So betrachtet das ZRM, Psyche und Körper als eine Einheit und arbeitet deshalb multimodal. Es integriert die Arbeit mit Körper, bildhaftem Denken und Sprache und stärkt auf diese Weise die Ressourcen und die Motivation einer Person.

Web: http://www.zrm.ch/


Zusammenfassung: In Training und Coaching werden persönliche Veränderungsprozesse initiiert. Bildhaftes Denken kann helfen den Einstieg in Erlebensprozesse zu finden und diese Prozesse zu steuern. Die beiden Methoden Sinn-Bilder® und Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) nutzen Bildkarten, um diese Prozesse zu steuern.


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